Datum07.05.2026 16:15
Quellewww.zeit.de
TLDRMit dem Spatenstich begann der Bau eines neuen Archivgebäudes für die Arolsen Archives in Bad Arolsen. Dieses soll bis April 2028 fertiggestellt sein und die weltweit umfassendste Sammlung zu NS-Opfern zentral, sicher und nachhaltig bewahren. Bislang sind die über 30 Millionen Dokumente auf mehrere Standorte verteilt. Der Neubau, mit geschätzten Kosten von 32 Millionen Euro, bietet Platz für circa 22.000 laufende Archivmeter. Die Arolsen Archives werden Mieter des modernen Gebäudes.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Geschichte“. Lesen Sie jetzt „Arolsen Archives: Startschuss für neues Archivgebäude“. Der Neubau der Arolsen Archives hat mit dem Spatenstich offiziell begonnen. Bis April 2028 soll das neue Archivgebäude des internationalen Zentrums über NS-Verfolgung im nordhessischen Bad Arolsen (Landkreis Waldeck Frankenberg) bezugsfertig sein. "Das moderne Archivgebäude wird künftig die international bedeutsamen Bestände zentral, archivgerecht und nachhaltig sichern", teilte die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) als Bauherrin und künftige Eigentümerin mit. Die Arolsen Archives gelten als weltweit umfassendste Sammlung zu den Opfern der NS-Verbrechen. Die Sammlung mit Hinweisen zu rund 17,5 Millionen Menschen umfasst mehr als 30 Millionen Dokumente zu Opfern des Holocaust, Häftlingen der Konzentrationslager, ausländischen Zwangsarbeitern und Überlebenden. Seit 2013 gehört sie zum Unesco-Weltdokumentenerbe. Bisher verteilt sich der Bestand der Arolsen Archives auf verschiedene Standorte. Das soll sich mit dem zentralen Neubau ändern. Er bietet den Angaben zufolge Platz für 22.000 laufende Archivmeter – inklusive eines Mehrbedarfs von 800 weiteren laufenden Metern. Die Arolsen Archives werden laut Mitteilung Mieterin des Gebäudes sein. Der Bundesbau in Hessen - die Bauabteilung der Oberfinanzdirektion Frankfurt am Main und der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen - setzt das Bauvorhaben im Auftrag des Bundes um. Die BImA geht nach eigenen Angaben von Kosten in Höhe von 32 Millionen Euro aus. © dpa-infocom, dpa:260507-930-48785/1