Datum07.05.2026 16:04
Quellewww.zeit.de
TLDR81 Jahre nach Kriegsende hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge 80 gefallene Soldaten der Roten Armee in Potsdam beigesetzt. An der Zeremonie nahm auch der russische Botschafter teil. Die Überreste wurden in Brandenburg geborgen. Der Volksbund betont in Anerkennung der aktuell angespannten Lage die Wichtigkeit von Frieden und die Verpflichtung, allen Kriegsopfern, unabhängig von ihrer Herkunft, ein würdiges Grab zu geben. Dies geschieht auf Basis völkerrechtlicher Vereinbarungen mit Russland.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Gedenken“. Lesen Sie jetzt „Weltkriegs-Soldaten beigesetzt - Russlands Botschafter dabei“. 81 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge 80 gefallene Soldaten auf der sowjetischen Kriegsgräberstätte in Potsdam beigesetzt. Zu der Zeremonie kam auch der russische Botschafter Sergej Netschajew. Die Überreste der toten Soldaten der Roten Armee waren in den vergangenen Jahren in Brandenburg geborgen worden, wie der Verband mitteilte. Bei einem stillen Gedenken wurden die Särge mit roten Nelken in die Erde gelassen. Am Freitag (8. Mai) wird an das Ende des Weltkrieges 1945 und die Befreiung vom Nationalsozialismus erinnert. "In einer Zeit, in der Krieg wieder nach Europa zurückgekehrt ist, erinnern diese Gräber daran, wie kostbar Frieden ist", sagte der Geschäftsführer des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge Brandenburg, Oliver Breithaupt, einer Mitteilung zufolge. "Unser Auftrag bleibt: allen Opfern des Krieges ein würdiges Grab zu geben - unabhängig von ihrer Herkunft. Menschlichkeit darf nie in den Schatten aktueller Konflikte geraten." Der Volksbund handele bei diesen Umbettungen auf Grundlage fortdauernder völkerrechtlicher Vereinbarungen zwischen Deutschland und der Russischen Föderation über die Kriegsgräberfürsorge, hieß es. © dpa-infocom, dpa:260507-930-48684/1