Schiffbau: Rheinmetall möchte sich Kieler Marinewerft einverleiben

Datum07.05.2026 14:37

Quellewww.zeit.de

TLDRRheinmetall, Deutschlands größter Rüstungskonzern, hat ein unverbindliches Angebot zur Übernahme der Kieler Marinewerft German Naval Yards abgegeben. Ziel ist die Erweiterung der eigenen Werftkapazitäten. Rheinmetall ist erst seit Kurzem im Schiffbau aktiv und hat zuvor die Marinesparte von Lürssen übernommen. Konkurrent TKMS, ebenfalls ein U-Boot-Bauer, hat ebenfalls ein Angebot für German Naval Yards eingereicht, die rund 400 Mitarbeiter beschäftigt. Eine Datenanalyse wird nun über eine verbindliche Offerte entscheiden.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Schiffbau“. Lesen Sie jetzt „Rheinmetall möchte sich Kieler Marinewerft einverleiben“. Deutschlands größter Rüstungskonzern ist in das Rennen um eine Kieler Marinewerft eingestiegen. "Wir haben ein unverbindliches Angebot abgeben, um German Naval Yards zu kaufen", sagte Rheinmetall-Chef Armin Papperger bei einer Analysten-Telefonkonferenz und bezog sich dabei auf die Kieler Firma, die bislang zur französischen Werftengruppe CMN Naval gehört. Man wolle seine Werftkapazitäten erweitern. Nun beginne eine Datenanalyse ("Due Diligence"), um danach gegebenenfalls ein verbindliches Angebot abzugeben.  Erst seit kurzem ist Rheinmetall auch Schiffsbauer, der Düsseldorfer Konzern hat die Marinesparte der Bremer Werftengruppe Lürssen übernommen - diese Akquisition wurde Ende Februar abgeschlossen. Nun greift die Waffenschmiede nach der nächsten Werft. Für die interessiert sich auch Konkurrent TKMS, dieser hat ebenfalls bereits ein Angebot abgegeben. Der U-Boot-Bauer TKMS und German Naval Yards teilen sich eine Werftfläche in Kiel. Bei German Naval Yards waren im August 2025 rund 400 Beschäftigte tätig. © dpa-infocom, dpa:260507-930-48034/1