Datum07.05.2026 14:26
Quellewww.zeit.de
TLDRDas Silicon Valley vollzieht eine Kehrtwende: War die militärische Technologieentwicklung einst unpopulär, ist sie heute ein lukratives Geschäft. Große Tech- und KI-Unternehmen kooperieren verstärkt mit dem US-Militär. Diese Entwicklung, die als Rückkehr zu den Wurzeln des Valley gesehen wird, birgt laut dem ZEIT-Podcast "Neustart" erhebliche Risiken.
InhaltSoftware fürs Militär bauen – das war im Silicon Valley mal unpopulär. Heute ist es ein beliebtes Geschäft. Der Digitalpodcast erklärt, wie es zu diesem Umschwung kam. Es ist nicht sonderlich lange her, da war die Mitarbeit an Technologie für Militärs und Kriege eine Aufgabe, auf die viele Menschen im Silicon Valley nicht sonderlich erpicht waren. Interne Proteste gegen das Pentagon-Projekt Maven zum Beispiel waren 2017 bei Google so groß, dass die Firmenleitung die Zusammenarbeit nicht verlängerte. Heute dagegen wirkt die Zusammenarbeit sehr viel selbstverständlicher als noch vor einigen Jahren: Große Tech- und KI-Firmen schließen reihenweise lukrative Vereinbarungen mit dem US-Kriegsministerium und der Armee ab, Firmenchefs wie Palantir-Geschäftsführer Alex Karp äußern sich zutiefst patriotisch, und neue Verteidigungstechnologiefirmen wie der Drohnenbauer Anduril wachsen rasant. In einer neuen Folge des ZEIT-Digitalpodcasts Neustart spricht Digitalredakteur Titus Blome mit Host Meike Laaff, warum sich dahinter nicht unbedingt ein Richtungswechsel verbirgt, sondern es eine Art Rückkehr des Silicon Valley zu seinen Wurzeln ist – und warum die Entwicklung so große Risiken birgt. Haben Sie Feedback oder Fragen zur Folge? Dann schreiben Sie uns gern an neustart@zeit.de. Im ZEIT-Podcast "Neustart" ordnen die Hosts Henrik Oerding und Meike Laaff mit ihren Kolleginnen und Kollegen ein, was gerade in der Digitalwelt passiert – und was dies für die Offlinewelt bedeutet. Auch, aber nicht nur für Nerds. Jeden zweiten Donnerstag erscheint eine neue Folge. Dieser Podcast wird produziert von Pool Artists.