Deutsche Bahn: Bahn im April pünktlicher, doch jeder dritte ICE ist zu spät

Datum07.05.2026 13:06

Quellewww.zeit.de

TLDRIm April hat die Deutsche Bahn ihre Pünktlichkeit im Fernverkehr auf 64,4 Prozent gesteigert, was eine Verbesserung gegenüber den schlechten Werten Anfang des Jahres darstellt. Dennoch war jeder dritte Fernverkehrshalt verspätet. Hauptursachen für die Probleme sind die marode Infrastruktur und Baustellen. Die Bahn hält weiterhin am Ziel fest, 2026 über 60 Prozent Pünktlichkeit im Fernverkehr zu erreichen. Im Nahverkehr war die Quote mit 89,1 Prozent im April am besten.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Deutsche Bahn“. Lesen Sie jetzt „Bahn im April pünktlicher, doch jeder dritte ICE ist zu spät“. Die Deutsche Bahn hat ihre Pünktlichkeitsquote im Fernverkehr im Vergleich zum Jahresanfang deutlich verbessert - doch auch im April wurde mehr als jeder dritte Fernverkehrshalt zu spät erreicht. Die Pünktlichkeitsquote lag im Fernverkehr bei 64,4 Prozent, wie die Bahn auf ihrer Webseite mitteilte.  Der bundeseigene Konzern kämpft seit Jahren mit der Pünktlichkeit, der Start ins laufende Jahr fiel dabei besonders schlecht aus. In der Regel ist die Pünktlichkeit im Winter etwas höher, weil dann weniger Menschen unterwegs sind. Im Januar lag die Quote aber nur bei 52,1 Prozent, im Februar bei 59,4 Prozent.  Begründet wurden die schlechten Zahlen mit der maroden Infrastruktur, den vielen Baustellen im Netz sowie dem strengen Winterwetter. Für das gesamte Jahr 2026 hält die Bahn an ihrem Ziel von mehr als 60 Prozent Pünktlichkeit im Fernverkehr fest.  Als verspätet gilt ein Zug nach Bahn-Definition ab einer Verzögerung von sechs Minuten. Zugausfälle werden in der Statistik nicht berücksichtigt. Im Nahverkehr lag die Pünktlichkeitsquote im April bei 89,1 Prozent - das ist der beste Wert im laufenden Jahr. Im Nahverkehr sind die Quoten stets deutlich höher als im Fernverkehr, unter anderem weil hier verspätete Züge aufgrund der Vielzahl an Verbindungen nicht so stark ins Gewicht fallen. Zudem sind die zurückgelegten Wege deutlich kürzer und die Züge damit nicht so anfällig für Verspätungen wie im Fern- und auch im Güterverkehr. © dpa-infocom, dpa:260507-930-47360/1