Hantavirus: Weltweite Suche nach 40 von Bord gegangenen Passagieren

Datum07.05.2026 12:37

Quellewww.zeit.de

TLDRNach drei Todesfällen durch das Hantavirus auf der "MS Hondius" läuft eine weltweite Suche nach 40 Passagieren, die das Schiff auf St. Helena verließen, bevor der Ausbruch bekannt war. Drei Menschen, darunter ein Deutscher, starben bereits. Acht weitere Personen stehen unter Verdacht, infiziert zu sein. Eine Passagierin erkrankte nach dem Verlassen des Schiffes und starb in Südafrika. Eine Flugbegleiterin mit Kontakt zu ihr wird in Amsterdam untersucht. Ziel ist die Verhinderung einer weiteren Ausbreitung.

InhaltNach dem ersten Todesfall durch das Hantavirus hatten 40 Menschen die "MS Hondius" auf St. Helena im Atlantik verlassen. Wo sie sich heute aufhalten, ist nicht bekannt. Nach dem tödlichen Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff MS Hondius ​suchen Behörden weltweit nach Kontaktpersonen. Ziel ist es, eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Drei Menschen starben bislang, darunter ein Deutscher und ein niederländisches Ehepaar. Bei acht weiteren Personen besteht der Verdacht, dass sie sich mit dem Virus infiziert haben, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ​mitteilte. Die Suche erschwert, dass laut niederländischer Regierung etwa 40 Passagiere das Schiff ⁠bei einem Zwischenstopp auf der ​Insel St. Helena – einem britischen Überseegebiet im Südatlantik – verlassen haben, noch bevor der Ausbruch des Virus bekannt geworden war. Zwei Wochen zuvor war der erste Patient, ein niederländischer Mann, an Bord verstorben.  Der Aufenthaltsort vieler der 40 von Bord gegangenen Passagiere ist unklar. Zu ihnen zählte auch die Frau des ​auf dem Schiff verstorbenen Niederländers. Sie erkrankte später selbst und starb, nachdem sie in Johannesburg wegen ihres schlechten Gesundheitszustands aus einem Flugzeug der Fluggesellschaft KLM geholt worden ​war. Dem Sender RTL zufolge wurde eine Flugbegleiterin, die Kontakt zu der Frau hatte, mit möglichen Symptomen in ein Krankenhaus in Amsterdam eingeliefert. Das niederländische Gesundheitsministerium bestätigte, dass eine Frau im Krankenhaus auf das Virus getestet werde. KLM lehnte eine Stellungnahme aus Datenschutzgründen ab. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.