Kriminalität: Interpol beschlagnahmt Millionen Dosen gefälschter Medikamente

Datum07.05.2026 11:10

Quellewww.zeit.de

TLDRInterpol hat bei weltweiten Razzien in fast 90 Ländern gefälschte Medikamente im Wert von rund 13,2 Millionen Euro beschlagnahmt. Über 6,4 Millionen Dosen, darunter Mittel gegen Erektionsstörungen, Beruhigungsmittel und Antibiotika, wurden eingezogen. 269 Verdächtige und 66 kriminelle Gruppen wurden festgenommen. Die Einsätze deckten gefährliche Lücken in der Medikamentenkontrolle auf, insbesondere über Online-Kanäle, und zielten auf verletzliche Konsumenten ab. Deutschland war nicht beteiligt.

InhaltErmittler haben bei internationalen Razzien große Mengen illegaler Medikamente gefunden. Die meisten davon beschlagnahmte Interpol in Großbritannien und Kolumbien. Bei Razzien in fast 90 Ländern haben Ermittler gefälschte und nicht zugelassene Medikamente im Millionenwert beschlagnahmt. Mehr als 6,4 Millionen Dosen seien eingezogen und 269 Verdächtige festgenommen worden, teilte die internationale Polizeiorganisation Interpol mit. Insgesamt haben die Waren demnach einen Wert von 15,5 Millionen US-Dollar (etwa 13,2 Millionen Euro). Darunter seien vor allem angebliche Mittel gegen Erektionsstörungen und Beruhigungsmittel, aber auch Antibiotika. Die meisten Präparate fanden die Ermittler laut Interpol in Großbritannien, Kolumbien und Australien. Bei den Einsätzen seien zudem 66 kriminelle Gruppen zerschlagen worden, die in den illegalen Medikamentenhandel involviert waren, sagte die Polizeibehörde.  "Gefälschte Medikamente sind nicht nur Betrug, sie bringen Leben in Gefahr", teilte Interpol-Generalsekretär Valdecy Urquiza mit. Über Online-Marktplätze und informelle Lieferketten könnten Kriminelle Lücken in der Kontrolle ausnutzen. Die Täter würden auf Menschen abzielen, die schnelle und erschwingliche Hilfe suchten, doch die Konsequenzen könnten schwer und sogar tödlich sein, sagte Urquiza. Die von Interpol koordinierten Einsätze erfolgten Interpol zufolge im Rahmen eines Einsatzes namens Pangea XVIII über zwei Wochen im März. Deutschland war an der Aktion nicht beteiligt.