Datum07.05.2026 09:55
Quellewww.zeit.de
TLDRVonovia steigerte im ersten Quartal seine Mieteinnahmen und das Ergebnis durch Zusatzleistungen. Der Wohnungsmangel, besonders in Ballungsgebieten, treibt die Durchschnittsmieten in Deutschland auf 8,26 Euro/qm. Trotz gestiegener Finanzierungskosten bestätigte Vonovia seine Jahresziele und baut bezahlbaren Wohnraum. Die Leerstandsquote in Deutschland ist mit 1,9 Prozent extrem niedrig.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Immobiliengeschäft“. Lesen Sie jetzt „Wohnungsmangel treibt Vonovia-Mieten weiter nach oben“. Deutschlands größter Vermieter Vonovia hat im ersten Quartal von höheren Mieteinnahmen profitiert. Auch das Geschäft mit Zusatzleistungen wie Handwerkerdiensten oder Energievertriebe steuerte zum Zuwachs des operativen Ergebnisses (bereinigtes Ebitda) bei, wie das Unternehmen mitteilte. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte im Jahresvergleich um 1,4 Prozent auf knapp 712 Millionen Euro zu. Unter dem Strich ging der auf die Aktionäre anfallende bereinigte Gewinn vor allem wegen höherer Finanzierungskosten allerdings um 7,2 Prozent auf knapp 366 Millionen Euro zurück. Seine Ziele für das laufende Jahr bestätigte das Unternehmen. Vonovia bewirtschaftete Ende März in Deutschland knapp 471.000 eigene Wohnungen. In Schweden waren es rund 40.000 und in Österreich etwa 20.000, zusammen also knapp 531.000 Wohnungen. Vonovia profitiert weiterhin wie alle Vermieter von einer hohen Nachfrage nach Wohnraum in den Ballungsgebieten. Die monatliche Durchschnittsmiete in Deutschland lag Ende März bei 8,26 Euro pro Quadratmeter, 3,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Konzernweit kletterte sie um den gleichen Wert auf 8,46 Euro pro Quadratmeter. In Deutschland lag die Leerstandsquote Ende März bei 1,9 Prozent, was fast eine Vollvermietung bedeutet. "Bei Vonovia wohnen die Menschen zu fairen Preisen", sagte der neue Vorstandschef Luka Mucic, der den Immobilienriesen seit Januar führt. "Vonovia steht als Marktführer im Zentrum des Megatrends Urbanisierung und der damit verbundenen Nachfrage nach Wohnraum." Vonovia tue das einzig Wirkungsvolle und baue bezahlbare Wohnungen. "Mit konventionellen und seriellen Bauverfahren stellen wir unsere Projekte für den eigenen Bestand, aber auch für Dritte zügig fertig." In Deutschland unterscheidet Vonovia 15 Regionalmärkte. Die meisten Wohnungen entfallen dabei mit gut 138.000 auf den Raum Berlin. Davon waren Ende März nur 0,8 Prozent nicht vermietet. Die Durchschnittsmiete lag dort bei 8,23 Euro je Quadratmeter. Die höchste Leerstandsquote gab es mit 3,3 Prozent im Raum Hannover, die höchste Durchschnittsmiete im Raum München mit 10,57 Euro je Quadratmeter, gefolgt vom Rhein-Main-Gebiet mit 10,19 Euro je Quadratmeter. Die niedrigsten Mieten erzielte Vonovia im Regionalmarkt Bremen, wo im Schnitt 7,27 Euro je Quadratmeter erzielt wurden. © dpa-infocom, dpa:260507-930-46141/1