Datum07.05.2026 06:51
Quellewww.zeit.de
TLDREin wegen versuchten Totschlags verurteilter 26-Jähriger ist aus der Psychiatrie Emmendingen geflohen. Die Polizei beschreibt ihn als potenziell fremdgefährdend, auch wenn keine Waffe bekannt ist. Seine Flucht ereignete sich am 1. Mai, die Öffentlichkeit wurde erst jetzt informiert. Er wurde im Juli wegen versuchten Totschlags verurteilt, nachdem er in einer Flüchtlingsunterkunft aufbewahrt und einen Polizisten verletzt hatte. Ein Fahndungsfoto wurde veröffentlicht.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Nach Flucht aus Psychiatrie“. Lesen Sie jetzt „Potenziell gefährlicher Straftäter weiter auf der Flucht“. Nach dem wegen versuchten Totschlags verurteilten Straftäter wird nach seiner Flucht aus der Psychiatrie Emmendingen weiter gesucht. Das bestätige ein Polizeisprecher. Es gebe keine Hinweise, dass der 26-Jährige eine Waffe bei sich getragen habe, sagte der Sprecher. Ein weiterer Polizeisprecher hatte am Mittwoch gesagt, dass der geflohene Straftäter "potenziell gefährlich" sei. In einer Mitteilung wird er als "potenziell fremdgefährdend" beschrieben. Die Behörden veröffentlichten auch eine Fahndung mit Fotos des 26-Jährigen. Wer den Mann möglicherweise sehe, solle die Notrufnummer 110 anrufen. Der Mann sei am 1. Mai aus dem psychiatrischen Krankenhaus entwichen. Man sei erst jetzt an die Öffentlichkeit gegangen, weil die Ermittler zuvor alle anderen Möglichkeiten hätten ausschöpfen müssen. Der Gesuchte ist den Angaben zufolge etwa 1,80 Meter groß und von schlanker Statur. "Zum Zeitpunkt der Flucht trug er einen Stoppelbart und war mit einer dunklen Schirmmütze und einem schwarzen Trainingsanzug bekleidet", hieß es. Das Landgericht Freiburg hatte ihn dem Sprecher zufolge im Juli vergangenen Jahres wegen versuchten Totschlags verurteilt. Er habe im November 2024 in einer Flüchtlingsunterkunft mit einem Messer auf einen Bewohner eingestochen und vor seiner Festnahme einen Polizeibeamten verletzt. Warum das Gericht den Angeklagten in einer Psychiatrie unterbringen ließ, blieb zunächst offen. © dpa-infocom, dpa:260507-930-45510/1