Datum07.05.2026 06:02
Quellewww.zeit.de
TLDRBei den britischen Kommunalwahlen droht der Labour-Partei eine deutliche Niederlage, was das Vertrauen in Oppositionsführer Starmer erschüttert. In Deutschland steht die schwarz-rote Regierung unter Druck, während die SPD historische Tiefstwerte erreicht. Parteifunktionäre kritisieren die mangelnde Diskussionskultur und fordern Kursänderungen, um die Partei zu stabilisieren.
InhaltIn Großbritannien droht der Labour-Partei bei den Kommunalwahlen eine Niederlage. Was bedeutet das für die Regierung von Starmer? Und: Warum wächst die Wut in der SPD? In Großbritannien ist Wahltag: Rund 30 Millionen Menschen sind in England, Schottland und Wales aufgerufen, bei Kommunal- und Regionalwahlen ihre Stimme abzugeben. Gewählt werden zahlreiche Gemeinde- und Distrikträte sowie die Regionalparlamente in Schottland und Wales. Die Wahlen gelten als wichtiger Stimmungstest für die Regierung. Doch für Premierminister Keir Starmer und die Labour-Partei zeichnen die Umfragen ein deutliches Stimmungsminus. Zwei Jahre nach dem Wahlsieg sind die Zustimmungswerte spürbar gesunken. In aktuellen Erhebungen kommt die Labour-Partei nur noch auf etwa 20 Prozent – ein Rückgang von rund 15 Prozent. Prognosen zufolge könnten tausende Mandate verloren gehen. Warum ist die Unzufriedenheit so groß? Wer profitiert von der Schwäche der Labour Partei und welche Folgen könnte das Wahlergebnis für Starmer haben? Das erklärt Jochen Bittner, Auslandskorrespondent der ZEIT in London. Seit einem Jahr regiert in Deutschland die schwarz-rote Koalition. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) steht allerdings unter Druck. Laut Umfragen sind weniger als ein Drittel der Befragten von ihm überzeugt. Genauso verlieren auch die Union und die SPD seit Beginn der Regierung kontinuierlich an Zustimmung. Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Bärbel Bas (SPD) verteidigte zuletzt die Arbeit der Bundesregierung, räumt aber zugleich erhebliche Spannungen in der Regierungskoalition ein. Sie mahnt eine bessere Diskussionskultur innerhalb der Regierung an. In der SPD wächst dennoch die Kritik am Kurs der Regierung. Die Sozialdemokraten liegen in Umfragen nur noch bei rund 12 Prozent – ein historischer Tiefstand. Wie ist die Stimmung in der SPD nach einem Jahr schwarz-roter Koalition? Michael Schlieben, politischer Korrespondent der ZEIT, ordnet im Podcast ein, warum die SPD gerade so schlecht dasteht und ob es innerhalb der Parteispitze zu Änderungen kommen könnte. Und sonst so? Eine verlassene DDR-Militärinsel sucht neue Besitzer Moderation und Produktion: Hannah Grünewald Redaktion: Fabian Scheler, Simone Gaul, Rita Lauter Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković, Christina Felschen Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.