Pressestimmen zur Champions-League: »Das Rückspiel war kein Klassiker«

Datum07.05.2026 03:26

Quellewww.zeit.de

TLDRParis Saint-Germain steht im Champions-League-Finale und wird international gefeiert. Medien loben PSG als verdienten Sieger gegen den FC Bayern. Ein besonderer Fokus liegt auf der Freude über den Finaleinzug, der für Frankreichs Fußballgeschichte bedeutsam ist. Britische Zeitungen sehen das Rückspiel als weniger spektakulär als das Hinspiel, erwähnen aber kontroverse Handspielszenen. Das Finale gegen Arsenal mit zwei spanischen Trainern wird mit Spannung erwartet, wobei einigen die Revanche-Chance für PSG gegen englische Teams auffällt.

InhaltDie Weltpresse bejubelt Paris Saint-German nach dem Sieg über die Bayern und blickt Richtung Finale. Die umstrittenen Handszenen sind nur ein Randthema. Die Presseschau Der FC Bayern München ist im Halbfinal-Rückspiel der Champions League an Titelverteidiger Paris Saint-Germain gescheitert. Die internationalen Medien würdigten PSG als verdienten Sieger. In der französischen Presse stand erwartungsgemäß der Finaleinzug des Hauptstadtklubs im Mittelpunkt. Die Sportzeitung L'Équipe aus Frankreich schrieb: "Die Geschichte des französischen Fußballs wird oft in München geschrieben." Der Rasen der Allianz-Arena sei für PSG "weiter ein Quell großer Freude". Der französische Le Figaro jubelte: "Paris Saint-Germain steht im Finale! In einem äußerst spannenden Spiel mussten die Pariser, die in der Abwehr heldenhaft kämpften, viel leiden." Die Zeitung blickte bereits Richtung Champions-League-Finale am 30. Mai: Der zweite Stern war noch nie so nah." Auch die britischen Zeitungen schauten mit Spannung auf das Spiel, da mit dem FC Arsenal im Finale ein englischer Klub wartet. "Das Rückspiel im Halbfinale war kein Klassiker wie das Hinspiel in Paris", urteilte die BBC. "Bayern war überzeugt, dass ihnen in der ersten Halbzeit ein Elfmeter hätte zugesprochen werden müssen, als Vitinha im Strafraum einen Klärungsball gegen den Arm von João Neves schoss", hieß es weiter. "Doch laut Regelwerk darf es keinen Elfmeter geben, wenn der Ball von einem Mitspieler gespielt wurde." Der britische Guardian schrieb: "Paris Saint-Germain trifft im Champions-League-Finale auf Arsenal, weil sie Ernst machten, einen schwächelnden FC Bayern neutralisierten und nach dem Ausbau ihrer Führung aus dem Hinspiel kaum ins Wanken gerieten." Die Boulevardzeitung Sun urteilte, die Bayern seien "kläglich untergegangen" nach dem Torfestival im Hinspiel. Und sie setzte eine Spitze mit Blick auf das Finale gegen Arsenal: PSG habe einen "unersättlichen Appetit darauf, den Engländern eine Niederlage zuzufügen". Harry Kane wiederum bekomme nun noch eine "Pause vor der WM". Nach Ansicht des italienischen Corriere dello Sport konnte das Rückspiel zwischen den Bayern und PSG mit dem Hinspiel der beiden Mannschaften durchaus mithalten. "Das Hinspiel bot Tore, Spektakel und Spannung. Das Rückspiel tat es ihm gleich und fällte das Urteil: Paris Saint-Germain zieht zum zweiten Mal in Folge ins Champions-League-Finale ein." Die Sportzeitung Mundo Deportivo aus Spanien bejubelte, dass nun im Finale ein "Duell spanischer Trainer" bevorsteht – Luis Enrique trainiert PSG, Mikel Artetas Arsenal. Darauf ging auch die spanische Marca ein: "Die Pariser verteidigen ihren Titel gegen Artetas Arsenal", schrieb die Zeitung. "Luis Enrique macht München erneut zum heiligen Boden für PSG." Der österreichische Blick ging auf die zwei Handspielszenen in der ersten Halbzeit ein: "Bayern scheitert nach Handspiel-Drama."