Datum06.05.2026 20:58
Quellewww.zeit.de
TLDRAn Bord des Kreuzfahrtschiffes "Hondius" kam es zu einem Hantavirus-Ausbruch mit mehreren bestätigten Fällen und drei Todesfällen. Mindestens ein Verdachtsfall und zwei infizierte Crew-Mitglieder wurden mit Spezialflugzeugen ausgeflogen, eines musste technisch bedingt auf Gran Canaria stoppen. Das Schiff ist nun auf dem Weg zu den Kanaren, wo ausländische Passagiere in ihre Heimatländer zurückkehren sollen.
InhaltDie Evakuierung der ersten Hantavirus-Infiizierten und Verdachtsfälle vom Kreuzfahrtschiff Hondius ist in Gange. Das Schiff hat Kurs auf die Kanaren genommen. Nach dem Ausbruch des Hantavirus an Bord des Kreuzfahrtschiffes Hondius vor den Kapverden ist mindestens ein Passagier mit einem Spezialflugzeug in Amsterdam gelandet. Dabei dürfte es sich um die 65-jährige Deutsche handeln, die eine enge Kontaktperson der deutschen Frau war, die an Bord gestorben war. Sie gilt als Verdachtsfall und soll in einer Klinik in Düsseldorf untersucht werden. Sie habe bisher keine Symptome. Nach der Landung des Flugzeugs waren Sanitäter aus Düsseldorf auf dem Rollfeld zu sehen – die Feuerwehr Düsseldorf und das Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) übernehmen gemeinsam den Transport nach Deutschland. Ein weiteres Spezialflugzeug mit zwei Patienten an Bord musste laut der Nachrichtenagentur dpa einen technischen Zwischenstopp auf Gran Canaria einlegen. Grund sei ein Defekt an einer Isolationskapsel, berichtete demnach der TV-Sender RTVE am Abend unter Berufung auf die Delegation der spanischen Zentralregierung auf den Kanaren. Die Insassen sollen an Bord bleiben, der Flug werde bald fortgesetzt. Die beiden Patienten sind infizierte Crew-Mitglieder. Ein Brite (56) und ein Niederländer (41) sind nach Angaben der Reederei krank und brauchen dringend medizinische Hilfe. Unterdessen ist die Hondius in Richtung der Kanarischen Inseln aufgebrochen. Das Schiff werde "innerhalb von drei Tagen" im Hafen von Granadilla auf der Insel Teneriffa anlegen, teilte Spaniens Gesundheitsministerin Mónica García Gómez mit. Alle ausländischen Passagiere würden von dort aus in ihre Heimatländer zurückgeflogen, sofern ihr Gesundheitszustand dies zulasse. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO hat es an Bord des Kreuzfahrtschiffes "Hondius" acht Krankheitsfälle gegeben, von denen fünf durch Labortests bestätigt wurden. Drei Menschen sind gestorben: ein Ehepaar aus den Niederlanden und ein Passagier aus Deutschland. Eine Leiche ist noch an Bord. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.