Nachrichtenpodcast: Jung, rechtsextrem, gewaltbereit

Datum06.05.2026 17:13

Quellewww.zeit.de

TLDREine bundesweite Großrazzia richtete sich gegen 36 mutmaßliche Rädelsführer junger Rechtsextremisten. Die Bundesjustizministerin stuft gewaltorientierten Rechtsextremismus als größte Gefahr für Deutschland ein. Auf einem Kreuzfahrtschiff vor Kap Verde sind Passagiere mit der Andes-Variante des Hantavirus infiziert, was zu schweren Atemwegserkrankungen führt und bereits Tote forderte. Die USA erklärten eine Militärmission gegen den Iran für beendet.

InhaltBundesweite Großrazzia gegen junge Rechtsextremisten: 36 mutmaßliche Rädelsführer stehen im Fokus, wie gefährlich sind sie? Und: die Andes-Variante des Hantavirus Mehr als 600 Polizisten, 50 Objekte, zwölf Bundesländer: Mit einer Großrazzia sind Ermittler gegen junge mutmaßliche Rechtsextremisten vorgegangen. Im Fokus: die Gruppierungen "Jung und Stark" und "Deutsche Jugend Voran". Nach Angaben der Bundesanwaltschaft wird insgesamt 36 Personen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) nannte gewaltorientierten Rechtsextremismus die größte Gefahr, die Deutschland von innen drohe. ZEIT-Investigativreporter Christian Fuchs beobachtet diese Gruppen schon lange und spricht im Podcast über seine Erkenntnisse. Seit Sonntag liegt das Kreuzfahrtschiff Hondius mit rund 150 Menschen an Bord vor Kap Verde im Atlantik. An Bord sind Menschen, die sich mit dem Hantavirus infiziert haben. Hantaviren lösen meist schwere Atemwegserkrankungen aus, drei Menschen sind bisher an den Folgen einer Infektion gestorben. Das spanische Gesundheitsministerium hatte mitgeteilt, das Kreuzfahrtschiff dürfe die Kanaren anlaufen, um die Passagiere von medizinischen Teams behandeln zu lassen. Doch der Präsident der Kanaren, Fernando Clavijo, will das Kreuzfahrtschiff nicht in Teneriffa anlegen lassen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO handelt es sich auf dem Schiff um die Andes-Variante des Virus. Was das bedeutet, erklärt der ZEIT-Gesundheitsredakteur Tom Kattwinkel. Außerdem im Update: US-Außenminister Marco Rubio hat den Militäreinsatz gegen den Iran bei einer Pressekonferenz für beendet erklärt. Die Ziele der Mission Epic Fury ("Gewaltiger Zorn") seien erreicht. Was es mit dieser einseitigen Erklärung über ein Kriegsende auf sich hat, erklärt die internationale Korrespondentin der ZEIT, Rieke Havertz. Und sonst so? Von wegen Völkerwanderung und Vertreibung – Integration! Moderation und Produktion: Philip-Johann Moser Redaktion: Simone Gaul, Fabian Scheler, Rita Lauter Mitarbeit: Mira Schrems Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.