Stilles Gedenken: Israelischer Außenminister besucht Mahnmal «Gleis 17»

Datum06.05.2026 16:53

Quellewww.zeit.de

TLDRIsraels Außenminister Gideon Saar besuchte das Mahnmal "Gleis 17" in Berlin, um der Holocaust-Opfer zu gedenken. Dort wurden während der NS-Diktatur Zehntausende Jüdinnen und Juden in Vernichtungslager deportiert. Saar zündete eine Kerze an. Das Mahnmal listet die Deportationsdaten und -ziele auf. Zuvor hatte sich der Minister mit seinem deutschen Amtskollegen getroffen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Stilles Gedenken“. Lesen Sie jetzt „Israelischer Außenminister besucht Mahnmal "Gleis 17"“. Israels Außenminister Gideon Saar hat das Mahnmal "Gleis 17" im Westen Berlins besucht. Begleitet vom israelischen Botschafter Ron Prosor und dem Rabbiner Yehuda Teichtal zündete Saar eine Kerze zum Gedenken an die Opfer des Holocausts an.  Das Mahnmal "Gleis 17" am Bahnhof Grunewald erinnert an die etwa 10.000 Jüdinnen und Juden, die von dort während der NS-Diktatur mit Zügen aus Berlin in Vernichtungslager deportiert wurden. Weitere 30.000 wurden zwangsweise vom Güterbahnhof Moabit und etwa 10.000 vom Anhalter Bahnhof abtransportiert.  Teil des 1998 eingeweihten Mahnmals sind 186 Stahlgussplatten. Darauf sind in chronologischer Reihenfolge die Daten und Bestimmungsorte der Züge angegeben, mit denen Jüdinnen und Juden aus Berlin deportiert wurden.  Der israelische Außenminister war bei seinem Besuch in Berlin bereits am Dienstag mit seinem deutschen Amtskollegen Johann Wadephul (CDU) zusammengetroffen. © dpa-infocom, dpa:260506-930-43678/1