Datum06.05.2026 16:03
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Bundesregierung ist zuversichtlich, dass die Corona-Impfstoffversorgung gesichert bleibt, auch nach dem angekündigten Rückzug von BioNTech aus der Produktion in Deutschland. Man geht davon aus, dass andere Hersteller die Lücke füllen können und keine Engpässe zu erwarten sind. BioNTech begründet seinen Schritt unter anderem mit dem Auslaufen von Verträgen und der Fokussierung auf die Entwicklung von Krebsmedikamenten.
InhaltDie Bundesregierung sieht die Coronaimpfstoff-Versorgung nicht gefährdet. Experten warnen vor Engpässen im Krisenfall, weil BioNTech fast alle deutschen Werke schließt. Die Bundesregierung sieht die Versorgung der Bevölkerung mit Corona-Impfstoffen trotz des angekündigten Produktionsendes von BioNTech in Deutschland nicht in Gefahr. Der Wegfall könne durch andere Unternehmen kompensiert werden, sagte Vize-Regierungssprecher Sebastian Hille in Berlin. Damit trat er Befürchtungen von Engpässen im Krisenfall entgegen. Hille sagte, bei dem Schritt von BioNTech handle es sich um eine unternehmerische Entscheidung. Das Bundesgesundheitsministerium stützte diese Einschätzung: Die Regelversorgung werde durch Pfizer und andere Hersteller gewährleistet, teilte ein Sprecher mit. Unmittelbar negative Auswirkungen seien daher nicht zu erwarten. Zudem habe BioNTech derzeit ohnehin keine pandemisch relevanten Impfstoffe in der Entwicklung. BioNTech hatte den Firmen-Umbau mit auslaufenden Verträgen und nicht mehr vollständig ausgelasteten Werken begründet. Das Unternehmen will Kosten sparen, um die Entwicklung von Krebsmedikamenten voranzutreiben. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.