Arbeitszeitgesetz: Reform des Arbeitszeitgesetzes soll im Juni kommen

Datum06.05.2026 15:57

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Bundesregierung plant eine Reform des Arbeitszeitgesetzes, um flexiblere Arbeitszeitmodelle zu ermöglichen, insbesondere zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ein Gesetzentwurf wird noch im Juni erwartet. Kernpunkte sind die Möglichkeit einer wöchentlichen statt täglichen Höchstarbeitszeit und die Einführung der elektronischen Arbeitszeiterfassung zum Schutz vor Überlastung. Gewerkschaften lehnen die Pläne ab, während die CSU auf eine schnelle Umsetzung drängt.

InhaltDie Große Koalition will flexiblere Arbeitszeiten per Gesetz ermöglichen. Noch im Juni will Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas dazu einen Gesetzentwurf vorlegen. Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas will in Kürze einen Entwurf für ein Gesetz für flexiblere Arbeitszeiten vorstellen. "Sie können damit rechnen, dass wir im Juni einen Gesetzentwurf vorlegen, denn es gibt einen klaren Auftrag aus dem Koalitionsvertrag", sagte die SPD-Politikerin bei der Regierungsbefragung im Bundestag. Union und SPD hatten im Koalitionsvertrag vereinbart, die Möglichkeit einer wöchentlichen anstelle einer täglichen Höchstarbeitszeit zu schaffen. Die Koalition wolle "insbesondere für Familien die Arbeitszeit flexibler machen", sagte Bas. Dazu seien bereits viele Vorschläge im Arbeitsministerium gemacht worden. Gleichzeitig sollen insbesondere Frauen vor ausgedehnten Arbeitszeiten geschützt werden, damit am Ende nicht "Frauen aus dem Arbeitsmarkt rausgehen, weil sie es mit der Familie nicht vereinbaren können", sagte die Ministerin. Teil des Gesetzentwurfs sei deshalb auch die elektronische Arbeitszeiterfassung. Die Gewerkschaften lehnen das Vorhaben kategorisch ab. Die CSU hingegen hatte zu Jahresbeginn zur Eile gemahnt, um das Vorhaben noch in diesem Jahr auf den Weg zu bringen. Bas betonte, gemeinsam mit der geplanten Flexibilisierung wolle sie auch die elektronische Arbeitszeiterfassung regeln, um eine Ausweitung der Arbeitszeiten zu verhindern: "Es soll ja auch nicht ausbeuterisch werden." Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.