Datum06.05.2026 15:55
Quellewww.spiegel.de
TLDREin Regionalzug erfasste im Kreis Schwäbisch Hall drei ausgebüxte Kühe, die bei Gaildorf von einer beschädigten Weide entlaufen waren. Der Lokführer leitete eine Notbremsung ein, konnte den Zusammenstoß bei rund 100 km/h jedoch nicht verhindern. Die Tiere starben, die 13 Fahrgäste blieben unverletzt. Gegen die Halterin wird wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt. Die Strecke war bis zum Morgen gesperrt.
InhaltEs geschah um Mitternacht: Ein Regionalzug ist im Kreis Schwäbisch Hall mit Kühen kollidiert. Sie waren von einer Weide ausgerissen. Für einige Tiere endete das Abenteuer tödlich. Drei Kühe sind bei Gaildorf in Baden-Württemberg von einem Regionalexpress überfahren worden und gestorben. Wie die Bundespolizei in Stuttgart mitteilte , waren die Tiere am Dienstagmittag von einer rund acht Kilometer entfernten Weide ausgerissen, weil der Zaun beschädigt war. Die Polizei ermittle nun gegen die 48 Jahre alte Halterin wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Der Lokführer hatte demnach kurz vor Mitternacht mehrere Kühe auf den Gleisen bemerkt, eine Schnellbremsung bei einer Geschwindigkeit von etwa 100 Kilometern pro Stunde eingeleitet und einen Achtungspfiff abgegeben, konnte aber den Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Die 13 Fahrgäste blieben unverletzt. Die Strecke blieb für die Bergung der Kadaver bis zum Morgen gesperrt. Insgesamt waren neun Kühe geflohen, vier hatte die Halterin direkt wieder eingefangen. Der Verbleib der anderen beiden war zunächst nicht klar.