Todesfälle bei Kreuzfahrt: Hantavirus-Kontaktperson kommt zur Kontrolle nach Düsseldorf

Datum06.05.2026 14:43

Quellewww.zeit.de

TLDREine Kontaktperson eines Hantavirus-Falls auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius", auf dem mehrere Todesfälle zu verzeichnen waren, wird zur vorsorglichen Abklärung nach Düsseldorf gebracht. Die Person ist derzeit symptomfrei. Einsatzkräfte der Feuerwehr Düsseldorf transportieren sie von den Niederlanden zum Universitätsklinikum. Dort erfolgen eine medizinische und infektiologische Erstuntersuchung. Das öffentliche Gesundheitsrisiko wird als gering eingestuft.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Todesfälle bei Kreuzfahrt“. Lesen Sie jetzt „Hantavirus-Kontaktperson kommt zur Kontrolle nach Düsseldorf“. Eine Person, die auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" Kontakt zu einem Hantavirus-Fall hatte, soll zur Sicherheit in Düsseldorf untersucht werden. "Die Feuerwehr Düsseldorf und das Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) übernehmen heute gemeinsam den Transport und die vorsorgliche medizinische Abklärung", berichtete das Klinikum. Man gehe davon aus, dass die betreffende Person nicht infiziert sei. "Es handelt sich um eine Kontaktperson ohne bestätigten Nachweis einer Hantavirus-Infektion. Die Aufnahme erfolgt rein vorsorglich zur medizinischen Abklärung", betonte das Klinikum. Der oder die Betroffene aus Deutschland - zur Person wurden keine genauen Angaben gemacht - sei eine "asymptomatische" Kontaktperson. Auf der Infektionsstation sollten eine klinische Ersteinschätzung sowie eine infektiologische Untersuchung erfolgen. Die Person werde von spezialisierten Einsatzkräften der Feuerwehr von einem Flughafen in den Niederlanden nach Düsseldorf transportiert. Nach Medienberichten wird die Person am Flughafen Schiphol erwartet. Die Düsseldorfer Feuerwehr meldete: "Die Übernahme der Kontaktperson ist für die Abendstunden geplant." Und zwar an einem Flughafen bei Amsterdam.  Derzeit befinde sich ein Hochinfektionstransport - mit Fahrzeugen von Rettungsdienst und Feuerwehr - auf dem Weg in die Niederlande, dieser sei auf hochinfektiöse Patienten ausgelegt. Zudem sei ein Vorauskommando unterwegs zu dem niederländischen Airport, schilderte die Feuerwehr weiter.    Auf der "Hondius" war es zu Infektionen mit dem Hantavirus gekommen - ein älteres niederländisches Ehepaar und eine deutsche Frau starben. Ein Passagier wurde nun nach seiner Rückkehr in die Schweiz positiv auf das Hantavirus getestet.  Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind drei Patienten mit Verdacht auf das Hantavirus vom Kreuzfahrtschiff "Hondius" evakuiert worden. Die Patienten seien auf dem Weg zur medizinischen Behandlung in den Niederlanden, schrieb WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus auf X.  Die WHO arbeite mit den Schiffsbetreibern daran, die Gesundheit von Passagieren und Besatzung engmaschig zu überwachen und gegebenenfalls Evakuierungen zu veranlassen. In dieser Phase bleibe "das gesamte öffentliche Gesundheitsrisiko niedrig". Aus dem niederländischen Außenministerium hieß es, bei den in zwei Flügen evakuierten Betroffenen handele sich um einen Briten (56), einen Niederländer (41) und eine Deutsche (65). Ob die Person, die nach Düsseldorf gebracht werden sollte, mit einer dieser Patienten Kontakt hatte, war zunächst unklar. Wann genau sie am Klinikum eintreffen werden, könne man nicht sagen, meinte ein UKD-Sprecher. "Die medizinische und infektiologische Ersteinschätzung erfolgen auf der Infektionsstation des Universitätsklinikums Düsseldorf", kündigte das UKD an. Geplant seien auch weiterführende virologische Laboruntersuchungen. "Anschließend soll die Person zeitnah an ihren Heimatort in Deutschland weiterverlegt werden", hieß es ohne Detailangaben. © dpa-infocom, dpa:260506-930-42682/1