Datum06.05.2026 14:27
Quellewww.zeit.de
TLDRBerlin hat ein deutschlandweit einmaliges Black Communities Center eröffnet. Senatorin Cansel Kiziltepe betont die Bedeutung des Zentrums für Austausch, Bildung und Sichtbarkeit von Menschen schwarzer und afrikanischer Herkunft. Finanziert mit 10,5 Millionen Euro, soll es einen Raum des Wohlfühlens schaffen, die koloniale Vergangenheit aufarbeiten und Rassismus thematisieren. Neben Veranstaltungen, einer Bibliothek und Beratungsangeboten dient das Zentrum auch als Zeichen der Anerkennung angesichts fortbestehenden antischwarzen Rassismus.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Gesellschaft“. Lesen Sie jetzt „Integrationssenatorin eröffnet Black Communities Center“. Berlin hat erstmals ein sogenanntes Black Communities Center. Berlins Senatorin für Vielfalt und Antidiskriminierung, Cansel Kiziltepe (SPD), eröffnete die Einrichtung im Stadtteil Wedding. Nach ihren Worten ist ein deutschlandweit einmaliger Ort entstanden für Austausch, Bildung, Sichtbarkeit und Teilhabe von schwarzen Menschen und Menschen afrikanischer Herkunft. "Ein Ort der lange überfällig war und für den viele Menschen lange gekämpft haben", sagte Kiziltepe. Schwarze Menschen und solche mit afrikanischen Wurzeln gehörten schon lange zu Berlin. "Sie hatten nur bisher nicht den Raum, den sie verdienen." Das Zentrum werde auch einen Beitrag zur Auseinandersetzung mit der kolonialen Vergangenheit und mit aktuellen Formen von Rassismus leisten. Der Aufbau der Anlaufstelle kostete 10,5 Millionen Euro und wurde vom Land, vom Bund und aus Lotto-Mitteln finanziert. Geplant sind hier vielfältige Veranstaltungen. Eine Bibliothek, Vereine und Beratungsangebote finden einen Platz. Ziel sei, schwarze Perspektiven stärker in den öffentlichen Diskurs einzubringen und gleichzeitig einen geschützten Raum zu schaffen, erklärten Vertreter des Trägervereins und andere Beteiligte. Sie beklagten einen aus ihrer Sicht verbreiteten antischwarzen Rassismus in der Gesellschaft. "Schwarze, afrikanische und afrodiasporische" Menschen seien zunehmendem Druck und teils auch Gewalt ausgesetzt. "Umso mehr ist dieses Gebäude auch ein Zeichen der Anerkennung für diese Menschen", sagte Lina Mitschke vom Trägerverein Each One Teach One (Eoto). © dpa-infocom, dpa:260506-930-42560/1