Datum06.05.2026 13:33
Quellewww.zeit.de
TLDRDas Bundeskabinett hat den Einsatz der Bundeswehr im Rahmen der UNIFIL-Mission im Libanon letztmalig bis Juni 2027 verlängert. Danach endet die über 20-jährige Beteiligung, die sich auf die Überwachung von Seewegen und die Verhinderung von Waffenschmuggel konzentrierte. Der UN-Sicherheitsrat hatte eine Verlängerung 2025 bereits abgelehnt. Die Bundeswehr zieht ihre Fregatte und Landtruppen größtenteils bis Ende 2026 ab.
InhaltDie Unifil-Mission der Bundeswehr im Libanon soll Ende Juni 2027 auslaufen. Zuvor hatte sich bereits der UN-Sicherheitsrat für ein Ende der Mission ausgesprochen. Die Bundeswehr wird ihren Einsatz im Rahmen der Unifil-Mission vor der Küste des Libanons beenden. Das Bundeskabinett hat eine letztmalige Verlängerung um ein Jahr bis Juni 2027 beschlossen. Dem Beschluss war eine Beendigung der 50-jährigen Mission insgesamt durch den UN-Sicherheitsrat vorausgegangen. Bereits im Jahr 2025 legte der UN-Sicherheitsrat fest, dass die Mission nicht verlängert werden solle. Die Fregatte Nordrhein-Westfalen mit rund 200 Soldaten sowie einige Soldaten an Land sollen laut den Plänen möglichst bis Ende 2026 abgezogen sein. Die Zustimmung des Bundestags steht noch aus, gilt aber als sicher. Nach mehr als 20 Jahren endet damit einer der längsten Marine-Einsätze der Bundeswehr. Die Bundeswehr hatte sich seit 2006 an dem Einsatz mit Marineschiffen beteiligt. Ziel des Einsatzes war die Überwachung der Seewege sowie die Unterbindung des Waffenschmuggels an die Hisbollah-Miliz. Zudem zählte die Ausbildung der libanesischen Streitkräfte zu ihren Aufgaben. Angesichts des Kriegs in Nahost sah sich die Unifil-Mission zuletzt Schwierigkeiten ausgesetzt. Die Unifil-Mission war 1978 zur Überwachung des Grenzgebiets zwischen Israel und dem Libanon gestartet. Aktuell sind noch 10.000 Soldaten beteiligt. Nach ihrem Abzug soll die libanesische Armee die Kontrolle übernehmen. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.