Verbraucherpreise: Ölpreisschock treibt Inflation in Thüringen auf 3,2 Prozent

Datum06.05.2026 12:05

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Inflation in Thüringen stieg im April auf 3,2 Prozent, hauptsächlich bedingt durch höhere Ölpreise infolge des Iran-Kriegs. Besonders stark verteuerten sich Verkehrsmittel und Kraftstoffe. Ohne Heizöl und Kraftstoffe lag die Inflationsrate bei 2,1 Prozent. Auch alkoholische Getränke, Tabakwaren und Bestattungsleistungen verzeichneten Preisanstiege. Nahrungsmittel verteuerten sich moderat, während Speichermedien deutlich teurer wurden. Von März auf April zogen die Preise ebenfalls an, erneut getrieben durch Heizöl und Kraftstoffe.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Verbraucherpreise“. Lesen Sie jetzt „Ölpreisschock treibt Inflation in Thüringen auf 3,2 Prozent“. Der Ölpreisschock infolge des Iran-Krieges hat die Verbraucherpreise in Thüringen deutlich nach oben getrieben. Waren und Dienstleistungen waren im April durchschnittlich 3,2 Prozent teurer als noch ein Jahr zuvor, wie das Statistische Landesamt mitteilte. Eine höhere Inflationsrate gab es zuletzt im Freistaat im Jahr 2023. Im März lag die Jahresteuerungsrate noch bei 2,7 Prozent.  Der Krieg im Nahen Osten hat das Heizen und Tanken enorm verteuert. Ohne Heizöl und Kraftstoffe hätte die Jahresteuerung bei 2,1 Prozent gelegen, hieß es. Besonders stark fiel der Preisanstieg im Verkehr aus. Hier lagen die Preise um 9,0 Prozent über dem Niveau von April 2025. Ausschlaggebend waren vor allem deutlich teurere Kraft- und Schmierstoffe, die insgesamt 31,6 Prozent mehr kosteten als ein Jahr zuvor. Die Preise für Dieselkraftstoff stiegen dabei um 47,9 Prozent, Superbenzin verteuerte sich um 27,1 Prozent. Auch in anderen Bereichen mussten Verbraucher tiefer in die Tasche greifen. Alkoholische Getränke und Tabakwaren wurden im Jahresvergleich um 4,0 Prozent teurer, Tabakwaren allein um 6,2 Prozent. Bestattungsleistungen und Friedhofsgebühren erhöhten sich um 6,0 Prozent.  Moderater fiel der Anstieg bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken aus, die sich um 0,9 Prozent verteuerten. Deutlich teurer wurden hingegen Speichermedien wie USB-Sticks oder Speicherkarten, deren Preise um 24,0 Prozent anzogen. Im Vergleich zum Vormonat zogen die Preise um 0,9 Prozent an. Insbesondere Heizöl und Kraftstoffe verteuerten sich im Vergleich zu März nochmals deutlich um 9,6 Prozent. Heizöl allein legte binnen Monatsfrist um 5,0 Prozent zu. Autofahrer spürten die Preissteigerungen ebenso deutlich in ihren Portemonnaies: Der Preis für Superbenzin stieg erneut um 8,9 Prozent und der für Dieselkraftstoff sogar um 13,1 Prozent. © dpa-infocom, dpa:260506-930-41517/1