Datum19.11.2025 18:21
Quellewww.zeit.de
TLDRKonstantin Wecker äußert "tiefes Bedauern" über eine Beziehung mit einer Minderjährigen vor rund 15 Jahren. Laut seinem Anwalt handelte es sich um eine einvernehmliche Beziehung, die jedoch moralisch unangemessen war. Die betroffene Frau, heute 30 Jahre alt, berichtete von psychischen Folgen und beschreibt die Zeit als "Trauma". Sie hat keine Anzeige erstattet, da es sich um eine rechtliche Grauzone handelt. Wecker befindet sich derzeit krankheitsbedingt in stationärer Behandlung und kann sich an vieles nicht erinnern.
InhaltDer Liedermacher Konstantin Wecker hat "sein tiefstes Bedauern" über eine Beziehung mit einer Minderjährigen ausgedrückt. Die "Süddeutsche Zeitung" hatte zuvor berichtet. Liedermacher Konstantin Wecker hat sein "tiefstes Bedauern" über eine Beziehung zu einer Minderjährigen "vor rund 15 Jahren" ausgedrückt. "Nach seiner Erinnerung handelte es sich damals um eine einvernehmliche Beziehung zu der jungen Frau, die allerdings unter moralischen Maßstäben ein gänzlich unangemessenes Verhalten seinerseits darstellte", teilte der Anwalt des 78-Jährigen auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit. Zuvor hatte die Süddeutsche Zeitung darüber berichtet. "Ich möchte die betroffene Frau um Entschuldigung bitten", teilte der Liedermacher über seinen Anwalt mit. Der Zeitung hatte die Betroffene erklärt, sie habe den Musiker 2011 als 15-Jährige nach einem seiner Konzerte kennengelernt. Mit 16 habe eine sexuelle Beziehung begonnen. Weckers Anwalt schrieb: "Ergänzend möchte ich für Herrn Wecker mitteilen, dass er davon ausgeht, damals keinerlei strafbare Handlungen im Umgang mit der betroffenen Frau begangen zu haben." Die SZ hat mit der Betroffenen gesprochen und konnte Chats und E-Mails einsehen; sie ist heute 30 Jahre alt. Demnach leide sie bis heute unter psychischen Folgen und befinde sich seit Jahren in psychologischer Behandlung. Die Zeit mit Wecker empfinde sie als "Trauma", heißt es in dem Bericht. Angezeigt habe sie Konstantin Wecker nicht, weil ihr Anwalt gesagt habe, es sei eine rechtliche Grauzone und daher unklar, wie ein Verfahren ausgehe. Dass sie jetzt mit der SZ über die Beziehung zu Wecker sprach, begründete die Frau damit, dass sie als erwachsene Person für die 15-Jährige einstehen wolle, weil es damals niemand getan habe. Der Anwalt von Konstantin Wecker sagte, an vieles könne sich sein Mandant krankheitsbedingt nicht mehr erinnern. Er räume daher konkrete Hergänge nicht ein. Wecker soll den Angaben zufolge damals "sehr viel Alkohol" getrunken haben. Derzeit befinde sich Wecker krankheitsbedingt in stationärer Behandlung.