Datum06.05.2026 11:10
Quellewww.zeit.de
TLDRRund 250 Einsatzkräfte durchsuchten 14 Objekte in Kiel, Flensburg und Harrislee wegen Verdachts auf Geldwäsche durch organisierte Kriminalität. Fünf Immobilien im Wert von 2,6 Millionen Euro wurden beschlagnahmt, ebenso 540.000 Euro. Die Ermittler vermuten, dass illegale Einnahmen, unter anderem aus Glücksspiel und dem Umfeld einer Rockergruppierung, über Strohmänner in den legalen Wirtschaftskreislauf eingeschleust wurden. Die Ermittlungen bauen auf früheren Aktionen gegen illegales Glücksspiel auf.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Organisierte Kriminalität“. Lesen Sie jetzt „Großangelegte Durchsuchungen wegen Verdacht auf Geldwäsche“. Rund 250 Einsatzkräfte durchsuchen seit dem Morgen im Zusammenhang mit dem Verdacht der Geldwäsche 14 Objekte in Kiel, Flensburg und Harrislee bei Flensburg. Unter anderem sollten Beweismittel sichergestellt werden, wie Landeskriminalamt und Generalstaatsanwaltschaft mitteilten. Zudem dienten die Maßnahmen zur Aufklärung von Geldflüssen, Finanzierungsstrukturen sowie Tatbeteiligten. Es wurden fünf Immobilien in Kiel und Flensburg mit einem Schätzwert von insgesamt rund 2,6 Millionen Euro beschlagnahmt und Vermögenswerte in Höhe von rund 540.000 Euro gesichert. Es besteht den Angaben zufolge der Verdacht, dass Menschen, die nach Einschätzung der Ermittlungsbehörden der organisierten Kriminalität zuzurechnen sind, erhebliche Einnahmen aus Straftaten verschleiert und in den legalen Wirtschaftskreislauf eingeschleust haben. Dazu sollen unter anderem über Strohleute Immobilien in Kiel und Flensburg erworben worden sein. Die Kaufpreise sollen mit Geldern finanziert worden sein, die mutmaßlich aus Straftaten stammen, wie zum Beispiel der gewerbsmäßigen Veranstaltung unerlaubten Glücksspiels. Den aktuellen Ermittlungen liegen unter anderem Erkenntnisse aus Maßnahmen zur Bekämpfung des illegalen Glücksspiels zugrunde. In diesem Zusammenhang gab es bereits im Dezember 2023 und Dezember 2024 in Kiel-Gaarden große Durchsuchungen. Im Fokus der Ermittlungen stehen insbesondere auch Personen aus dem Umfeld einer Rockergruppierung, wie die Behörden weiter mitteilten. © dpa-infocom, dpa:260506-930-41096/1