Datum06.05.2026 08:17
Quellewww.zeit.de
TLDRSpezialkräfte der Polizei beendeten in Jena einen Großeinsatz gegen einen 38-Jährigen, der sich in einem psychischen Ausnahmezustand befand und Mitbewohner bedrohte. Der Mann verschanzte sich mit Machete und Pfefferspray in seiner Wohnung. Nach fast siebenstündiger Verhandlung und Sicherungsmaßnahmen wurde er überwältigt. Verletzt wurde niemand. Gegen den Mann wird wegen Bedrohung ermittelt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kriminalität“. Lesen Sie jetzt „Mann bedroht Mitbewohner - Großeinsatz in Jena“. Spezialkräfte der Polizei haben eine gefährliche Situation in Jena entschärft. Ein 38 Jahre alter Mann aus einer Wohngruppe habe sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden und einen Mitbewohner verbal bedroht, teilte die Landespolizeiinspektion Jena mit. Als die Beamten am Dienstagabend am Ort des Geschehens eingetroffen seien, habe sich der 38-Jährige mit einer Machete und Pfefferspray bewaffnet und in seiner Wohnung verschanzt. Laut Polizeibericht reagierte der Mann auf eine Ansprache zunächst nicht. "Da eine Gefährdungslage nicht ausgeschlossen werden konnte, wurden umfangreiche Sicherungsmaßnahmen eingeleitet", hieß es. Neben einem Spezialeinsatzkommando des Thüringer Landeskriminalamtes (LKA) kam auch eine Verhandlungsgruppe des LKA zum Einsatz. Angrenzende Wohnungen wurden vorsorglich geräumt, mehrere Bewohner zeitweise betreut. Nach knapp sieben Stunden überwältigten die Spezialkräfte den Mann. Der Polizei zufolge leistete er erheblichen Widerstand. "Weitere Personen befanden sich während des Einsatzes nicht in der Wohnung. Verletzt wurde nach aktuellem Stand niemand." Der Betroffene sei anschließend medizinisch betreut worden. Gegen ihn wird nun wegen Bedrohung ermittelt. © dpa-infocom, dpa:260506-930-40323/1