Datum06.05.2026 07:56
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Zoll führt bundesweit Kontrollen bei Paketzustellern durch, um die Einhaltung des Mindestlohns zu überprüfen. Tausende Beamte prüfen Verteilzentren großer Dienstleister, um Fahrer anzutreffen. Hintergrund ist die Praxis, dass Arbeitszeiten wie Pausen oder Wartezeiten nicht erfasst und somit auch nicht bezahlt werden, was den Mindestlohn von 13,90 Euro pro Stunde untergräbt. Diese Schwerpunktkontrollen sind erst der Anfang, weitere detaillierte Prüfungen von Geschäftsunterlagen folgen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Mindestlohn“. Lesen Sie jetzt „Bundesweite Zollkontrollen bei Paketzustellern“. Tausende Zollbeamte kontrollieren nach Angaben des Hauptzollamts Köln seit dem frühen Morgen Paketzusteller-Firmen im ganzen Bundesgebiet. Geprüft würden Verteilzentren verschiedener großer Paket-Dienstleister, sagte ein Sprecher des Hauptzollamts Köln auf dpa-Anfrage. Es gehe speziell darum, die Fahrer der Firmen anzutreffen. Denn diese würden häufig um ihren Mindestlohn gebracht, indem etwa bestimmte Arbeitszeiten wie Pausen, Wartezeiten oder Leerfahrten nicht erfasst würden. Die Fahrer hätten von ihrem Mindestlohn in Höhe von 13,90 Euro pro Stunde auf dem Papier nichts, wenn am Ende bestimmte Stunden nicht bezahlt würden, sagte der Kölner Hauptzollamtssprecher, Jens Ahland. Die Schwerpunktkontrollen seien erst der Auftakt, sagte Ahland. Später werde bei genaueren Prüfungen von Geschäftsunterlagen und der Lohnfinanzbuchhaltung der Paketzusteller untersucht, ob der Mindestlohn auch gezahlt werde. © dpa-infocom, dpa:260506-930-40251/1