Rechtsextremismus: Razzien gegen mutmaßliche Neonazis in mehreren Städten

Datum06.05.2026 07:50

Quellewww.zeit.de

TLDRRazzien in Nordrhein-Westfalen trafen mutmaßliche Mitglieder der rechtsextremen Gruppe "Jung und Stark". Zehn deutsche Staatsbürger sind betroffen, einer ist bereits in U-Haft. Das Bundeskriminalamt beobachtet neue, teils im Internet entstandene Jugendgruppen in der rechten Szene, die seit Mitte 2023 vermehrt durch Straftaten, u.a. gegen den Christopher Street Day, auffallen.

InhaltBehörden in Nordrhein-Westfalen führen Durchsuchungen bei mutmaßlichen Rechtsextremen durch. Das Bundeskriminalamt spricht von "neuen Jugendgruppen" in der rechten Szene. In Nordrhein-Westfalen laufen in mehreren Städten Durchsuchungen bei mutmaßlichen Rechtsextremisten. Laut Sicherheitskreisen gehe es um zehn Beschuldigte. Sie seien alle deutsche Staatsbürger. Einer der Beschuldigten sei wegen einer anderen Angelegenheit bereits zuvor in Untersuchungshaft gekommen. Die Maßnahmen in landesweit acht Städten richteten sich den Angaben zufolge gegen die Gruppe "Jung und Stark". An der Aufklärung der Gruppe war auch das Bundesamt für Verfassungsschutz beteiligt. Seit 2024 kommt es verstärkt Gewalttaten von teils sehr jungen Neonazis, etwa bei Angriffen auf Paraden zum Christopher Street Day. "Die Polizeibehörden aus Bund und Ländern beobachten seit etwa Mitte vergangenen Jahres, dass in der rechten Szene neue Jugendgruppen in Erscheinung getreten sind, die sich zunächst im virtuellen Raum gegründet haben", teilte das Bundeskriminalamt mit. Diese träten inzwischen vermehrt durch Veranstaltungen, Störaktionen und Straftaten in Erscheinung. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.