Datum05.05.2026 23:48
Quellewww.zeit.de
TLDRNach zähen Verhandlungen und Warnstreiks haben sich die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) und die Gewerkschaft Verdi auf einen neuen Manteltarifvertrag geeinigt. Die Wochenarbeitszeit wird bei vollem Lohnausgleich schrittweise auf 38 Stunden reduziert. Auch die maximale Dienstlänge von geteilten Diensten sinkt. Zudem gibt es höhere Zulagen und eine frühere Nachtzuschlagszahlung. VHH zahlt zudem eine Einmalprämie von 1.000 Euro. Der Vertrag läuft bis Ende 2029.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Tarifstreit“. Lesen Sie jetzt „Arbeitszeit sinkt, Prämie kommt – VHH und Verdi einigen sich“. Nach neun Verhandlungsrunden, mehreren Warnstreiks und zuletzt einem Ultimatum haben sich Arbeitgeber und die Gewerkschaft Verdi auf neue Arbeitsbedingungen bei den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein (VHH) geeinigt. Kern der Einigung im neuen Manteltarifvertrag sei eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit von 39 auf 38 Stunden in zwei Schritten und bei vollem Lohnausgleich sowie die Verkürzung der maximalen Dienstlänge von geteilten Diensten auf maximal 13 Stunden, teilten Verdi und die VHH mit. Zudem werde die Zulage für geteilte Dienste auf 15 Euro erhöht sowie ein Nachtzuschlag ab 21 Uhr statt bisher ab 22 Uhr gezahlt. Die Laufzeit des neuen Manteltarifvertrags gehe bis Ende 2029. Neben den tariflichen Verbesserungen will die VHH zusätzlich allen Beschäftigten noch in diesem Jahr insgesamt 1.000 Euro Entlastungsprämie in zwei Schritten zukommen lassen. Die Verhandlungsführerin von Verdi Hamburg, Irene Hatzidimou, sagte, das Verhandlungsergebnis zeige, "dass auch in Zeiten massiver Angriffe auf die Arbeitsbedingungen trotzdem Arbeitszeitverkürzungen und Entlastung durchsetzbar sind". Ihr Kollege von Verdi Nord, Sascha Bähring, sagte, es sei ein Ergebnis erzielt worden, das nach und nach zu spürbaren Entlastungen führe. "Gemeinsam haben wir eine Lösung gefunden, die sowohl die herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen von vhh.mobility berücksichtigt als auch eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeitenden bedeutet", sagte VHH-Geschäftsführerin Britta Oehlrich. Sie freue sich über den erzielten Kompromiss, "bei dem beide Seiten an ihre Grenzen gegangen sind". Nach der achten erfolglosen Verhandlungsrunde am 27. April hatte Verdi ein Ultimatum gestellt. Sollte die VHH nicht bis zum 3. Mai ein einigungsfähiges Angebot vorlegen, werde es wieder Warnstreiks geben. Diese könnten auch rund um den 837. Hafengeburtstag an diesem Wochenende stattfinden, drohte Verdi. © dpa-infocom, dpa:260505-930-39369/1