Prozessbeginn: Düsseldorferin soll 15.000 Euro für IS gesammelt haben

Datum05.05.2026 16:43

Quellewww.zeit.de

TLDREine 42-jährige Düsseldorferin steht ab Ende Mai wegen mutmaßlicher Unterstützung des IS vor Gericht. Die Bundesanwaltschaft wirft ihr vor, seit 2019 Spenden von fast 15.000 Euro für IS-Mitglieder gesammelt und weitergeleitet zu haben. Zudem soll sie die Inhaftierten zum Festhalten an der IS-Ideologie aufgerufen haben. Sie wurde im September festgenommen und ist in Untersuchungshaft. Der Prozess hat elf Verhandlungstage bis Anfang Juli.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Prozessbeginn“. Lesen Sie jetzt „Düsseldorferin soll 15.000 Euro für IS gesammelt haben“. Eine 42-jährige Düsseldorferin muss sich ab Ende Mai im Hochsicherheitstrakt des Oberlandesgerichts als mutmaßliche Unterstützerin der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) verantworten. Die Bundesanwaltschaft hatte im Februar Anklage gegen die Deutsche erhoben. Wie das Gericht nun mitteilte, hat es die Anklage zur Verhandlung zugelassen.  Die oberste deutsche Anklagebehörde wirft der Frau vor, seit spätestens 2019 eine Initiative zur Gefangenenhilfe für Mitglieder, Unterstützer und Sympathisanten des IS in Deutschland und im Ausland betrieben zu haben. Sie wurde im September in Düsseldorf festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.  Laut Bundesanwaltschaft soll sie über im Internet Spenden in Höhe von fast 15.000 Euro gesammelt und die Gelder an inhaftierte Begünstigte oder deren Angehörigen weitergegeben haben. Zudem habe sie online dazu aufgerufen, Briefe und Fotos mit Durchhalteparolen des IS zu verfassen, um die Inhaftierten darin zu bestärken, dem IS treu zu bleiben. Das Gericht hat für den Prozess, der am 28. Mai beginnt, elf Verhandlungstage bis Anfang Juli angesetzt. © dpa-infocom, dpa:260505-930-38237/1