Datum05.05.2026 16:34
Quellewww.zeit.de
TLDRSachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer warnte nach der Amokfahrt in Leipzig vor unrealistischen Sicherheitserwartungen. Er betonte, dass hundertprozentiger Schutz nicht möglich sei. Kretschmer äußerte sein tiefstes Mitgefühl für die Opfer und hob hervor, dass die Tat umso erschütternder sei, da die Grimmaische Straße ein Ort der Freiheit und Unbeschwertheit sei. Er mahnte zur Besonnenheit in der Sicherheit debatte und erklärte, dass Polizei und Kommunen bereits viel täten, aber absolute Sicherheit eine Illusion bleibe.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Amokfahrt in Leipzig“. Lesen Sie jetzt „Kretschmer: "Es gibt keinen hundertprozentigen Schutz"“. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat nach der Amokfahrt in Leipzig vor falschen Erwartungen an absolute Sicherheit gewarnt. "Es gibt keinen hundertprozentigen Schutz", sagte er bei einem Besuch am Gedenkort am Paulinum der Universität Leipzig. Der Vorfall sei "ein furchtbarer" gewesen, sagte Kretschmer. "Mein ganzes Mitgefühl gilt den Opfern, diesen unschuldigen Menschen, die von einer Sekunde auf die andere aus ihrem Leben gerissen wurden." Die Tat habe viele Menschen erschüttert, gerade weil die Grimmaische Straße ein Ort sei, an dem sich Menschen sonst "unbeschwert, frei, ohne Angst" bewegten. Mit Blick auf die Debatte über mehr Sicherheit in Städten mahnte auch er zur Besonnenheit. "Wir können uns vor vielen Dingen schützen", sagte Kretschmer. Polizei und Kommunen täten bereits viel. Doch eine absolute Sicherheit werde es nicht geben. "Es hätte jede andere Stelle sein können. Das ist eben auch eine bittere Erkenntnis." Bei der tödlichen Amokfahrt waren zwei Menschen ums Leben gekommen, mehrere weitere wurden verletzt. © dpa-infocom, dpa:260505-930-38185/1