Jens Spahn mit gut 86 Prozent als Fraktionschef wiedergewählt

Datum05.05.2026 16:06

Quellewww.spiegel.de

TLDRJens Spahn wurde mit 86,5 Prozent der Stimmen als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion wiedergewählt. Sein Ergebnis ist schlechter als bei seiner ersten Wahl vor einem Jahr, aber angesichts der aktuellen politischen Lage als passabel bewertet. Spahn, seit 24 Jahren Bundestagsabgeordneter und ehemaliger Gesundheitsminister, blieb auch nach anfänglichen Schwierigkeiten im Amt.

InhaltAufatmen bei Jens Spahn: Er bleibt Vorsitzender der Bundestagsfraktion von CDU und CSU. Sein Wahlergebnis ist schlechter als vor einem Jahr, angesichts der Lage der Koalition aber passabel. Jens Spahn bleibt Vorsitzender der Bundestagsfraktion von CDU und CSU. Die Abgeordneten der größeren Regierungsfraktion bestätigten den CDU-Politiker ein Jahr nach seinem Amtsantritt mit großer Mehrheit bis zum Ende der Legislaturperiode im Amt. Spahn erhielt bei der Abstimmung 86,5 Prozent der Stimmen. Bei seiner ersten Wahl am 5. Mai 2025 war Spahn mit 91,3 Prozent der Stimmen (Enthaltungen werden bei der Union nicht mitgezählt) zum Nachfolger von Friedrich Merz gewählt worden. Merz wurde am Tag darauf im zweiten Wahlgang zum Bundeskanzler gewählt. Anders als andere Fraktionen im Bundestag wählt die Union ihre Führung schon nach einem Jahr neu und nicht erst zur Mitte der Wahlperiode. Der neue Vorstand mit rund 60 Abgeordneten bleibt dann aber bis zur nächsten Wahl im Amt, also in der Regel drei Jahre – falls es keine Neuwahl gibt. Mit einer Gegenkandidatur ist bei der Wahl des Fraktionschefs nicht zu rechnen. Der 45-jährige Spahn aus Ahaus im Münsterland gehört seit 24 Jahren dem Bundestag an. Von 2017 bis 2021 war er Gesundheitsminister unter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und nach dem Wahlsieg der Union im vergangenen Jahr auch als Wirtschaftsminister im Gespräch. Seine erste Amtszeit als Fraktionschef begann holprig. Das Platzen der Wahl der Rechtswissenschaftlerin Frauke Brosius-Gersdorf zur Richterin am Bundesverfassungsgericht wurde ihm angelastet, weil er den Widerstand in der eigenen Fraktion nicht rechtzeitig erkannt hatte. Inzwischen hat er sich aber gefangen. In Kürze mehr bei SPIEGEL.de