Datum05.05.2026 14:15
Quellewww.zeit.de
TLDREine neue Studie zeigt, dass sich die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland seit 2017 verdoppelt hat, auf fast sechs Millionen Personen. Hauptgrund für diesen Anstieg, insbesondere bei jüngeren Menschen unter 18 Jahren, sind psychische Erkrankungen und andere Problemlagen. Die Pflegereform von 2017, die fünf statt drei Pflegestufen einführte und kognitive sowie psychische Einschränkungen einschloss, hat maßgeblich dazu beigetragen, dass mehr Menschen, darunter auch Demenzkranke, anerkannten Pflegebedarf haben.
InhaltDie Ausweitung auf fünf Pflegestufen hat die Zahl der Pflegebedürftigen stark erhöht – das zeigt eine neue Studie. Vor allem mehr junge Menschen beantragten Leistungen. Seit 2017 hat sich die Zahl der Menschen in Deutschland verdoppelt, die pflegebedürftig sind. Das zeigt eine aktuelle Studie des Iges-Institutes im Auftrag des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen. Demnach stieg die Zahl von drei auf fast sechs Millionen Menschen – ein größerer Zuwachs als erwartet. Hauptursache ist der Studie zufolge, dass immer mehr jüngere Menschen Pflegeleistungen erhalten. Lag der Anteil der neu pflegebedürftigen Versicherten unter 18 Jahren im Jahr 2018 noch bei knapp vier Prozent, waren es 2024 schon 6,5 Prozent. Vielfach spielen der Analyse zufolge in dieser Altersgruppe psychische Erkrankungen und Problemlagen die entscheidende Rolle. Die meisten jungen Menschen, drei Viertel, erhielten einen niedrigen Pflegegrad. 2017 gab es eine Pflegereform, durch die ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff eingeführt worden war. Aus drei Pflegestufen wurden fünf Pflegegrade. Auch kognitive und psychische Einschränkungen werden seitdem berücksichtigt, darunter fielen erstmals auch Menschen mit Demenz. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.