Datum05.05.2026 13:24
Quellewww.zeit.de
TLDRNach der Amokfahrt in Leipzig gibt es keine lebensgefährlich verletzten Personen mehr. Dies teilte Bürgermeister Jung mit. Der Täter, ein 33-jähriger Deutscher, tötete zwei Menschen und verletzte weitere. Als Reaktion darauf werden Zufahrtswege zur Innenstadt überprüft und die Grimmaische Straße vorerst abgesperrt. Jung mahnte jedoch, die Innenstädte nicht zur Festung auszubauen und die Sicherheit mit Lebensqualität abzuwägen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Nach Amokfahrt“. Lesen Sie jetzt „Leipzigs OB Jung: "Niemand mehr in Lebensgefahr"“. Nach der Amokfahrt durch die Leipziger Innenstadt schwebt keine der schwer verletzten Personen mehr in Lebensgefahr. "Wir müssen jetzt nicht befürchten, dass es weitere Todesopfer gibt", sagte Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung am Rande einer Gedenkveranstaltung im Paulinum der Universität Leipzig. "Es gibt einen sehr Schwerverletzten, der aber auch in Sicherheit ist. Ich hoffe, dass ich ihn besuchen kann in den nächsten Tagen", so der SPD-Politiker. Der Mann stamme aus Spanien. Das langjährige Stadtoberhaupt kündigte eine Überprüfung sämtlicher Zufahrtswege in die Leipziger Innenstadt an. Der Täter, ein 33-jähriger in Leipzig lebender Deutscher, war mit seinem Auto in direkter Nachbarschaft des Paulinums ungehindert in die belebte Fußgängerzone gefahren, hatte zwei Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt. "Bis gestern gab es keinen Hinweis auf eine Gefährdungslage dort am Eingang der Grimmaischen Straße", so Jung. "Aber die Frage muss natürlich jetzt gestellt werden: Können wir's noch besser machen? Können wir für die alltägliche Nutzung der Innenstadt vielleicht doch den Zufahrtsschutz verbessern?" Die Grimmaische Straße werde nun als erste Maßnahme an der betreffenden Stelle abgesperrt. Jung, der zugleich auch Präsident des Deutschen Städtetags ist, sagte aber auch: "Wir wollen nicht unsere Innenstädte als Festung ausbauen." Die Sicherheit in den Innenstädten sei ein "Balanceritt". Es müsse abgewogen werden zwischen der nötigen Sicherheit, Rettungswegen, Lieferverkehr und Zugang für Großfahrzeuge der Feuerwehr und auch der Aufenthalts- und Lebensqualität in dem Bereich. © dpa-infocom, dpa:260505-930-36733/1