Datum05.05.2026 13:25
Quellewww.zeit.de
TLDRBiontech schließt mehrere Standorte, darunter einige des übernommenen Konkurrenten Curevac. Rund 820 frühere Curevac-Mitarbeiter sind betroffen, der Standort Tübingen soll Ende 2027 geschlossen werden. Begründet wird dies mit geringer Auslastung, Überkapazitäten und Kostensenkungen. Insgesamt sollen bis zu 1.860 Stellen wegfallen. Die Einsparungen von bis zu 500 Millionen Euro jährlich sollen in die Forschung und Entwicklung von Krebsmedikamenten fließen. Bis 2030 plant Biontech mehrere Zulassungsanträge für Onkologie-Kandidaten.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Pharma“. Lesen Sie jetzt „Biontech schließt Standorte – gut 800 Curevac-Jobs betroffen“. Der Impfstoffhersteller Biontech will mehrere Standorte schließen - darunter auch Standorte des übernommenen Konkurrenten Curevac. Von den Plänen sind dem Mainzer Unternehmen zufolge ungefähr 820 frühere Curevac-Beschäftigte betroffen. Der Standort in Tübingen und frühere Hauptsitz von Curevac soll bis Ende 2027 geschlossen werden. Das Management des Biopharma-Unternehmens begründet die Einschnitte mit einer zu geringen Auslastung, Überkapazitäten und Kostensenkungen. Von den Plänen sind neben den früheren Curevac-Standorten auch die Biontech-Produktion in Idar-Oberstein, Marburg und Singapur betroffen. Insgesamt sollen bis zu 1.860 Stellen gestrichen werden. Biontech hatte 2025 angesichts hoher Entwicklungskosten einen Verlust in Milliardenhöhe gemacht. Auch im ersten Quartal 2026 schrieb das Unternehmen rote Zahlen. Das Management rechnet nach vollständiger Umsetzung der Maßnahmen im Jahr 2029 mit wiederkehrenden jährlichen Einsparungen von bis zu rund 500 Millionen Euro. Die Mittel sollen für die Forschung, Entwicklung und Markteinführung von Medikamenten gegen Krebs eingesetzt werden. Biontech, das in der Corona-Pandemie Milliarden mit seinem Corona-Impfstoff verdient hatte, entwickelt Medikamente auf mRNA-Basis gegen Krebs und andere Krankheiten. Jüngst wurde das Biotechnologieunternehmen Curevac aus Tübingen übernommen. Bis 2030 wollen die Mainzer mehrere Zulassungsanträge für Onkologie-Kandidaten gestellt haben. © dpa-infocom, dpa:260505-930-36748/1