Datum05.05.2026 12:59
Quellewww.zeit.de
TLDRZwei Frauen (22 und 18) sind nach der mutmaßlichen Entführung eines 18-Jährigen in U-Haft. Sie werden beschuldigt, gemeinsam mit einem 21-Jährigen (ebenfalls in Haft) den Mann schwer verletzt und in einem Kofferraum transportiert zu haben. Die Tatverdächtigen und das Opfer sind afghanische Staatsangehörige. Die Ermittlungen wegen versuchten Totschlags, gefährlicher Körperverletzung und Freiheitsberaubung dauern an.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „An Raststätte entdeckt“. Lesen Sie jetzt „Nach mutmaßlicher Entführung auch zwei Frauen in U-Haft“. Nachdem ein 18-Jähriger schwer verletzt und in einem Kofferraum mit dem Auto von Hessen nach Thüringen gebracht worden sein soll, sitzen nun auch zwei tatverdächtige Frauen in Untersuchungshaft. Das Amtsgericht Gera habe Haftbefehle erlassen, teilte die Polizei mit. Die beiden Frauen im Alter von 22 und 18 Jahren sowie ein 21-Jähriger waren nach der Tat in der Nacht zum vergangenen Freitag festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen gemeinschaftlichen versuchten Totschlag, gefährliche Körperverletzung und Freiheitsberaubung vor. Gegen den Mann war bereits Haftbefehl erlassen worden. Das Trio steht demnach in Verdacht, dem 18-Jährigen schwere, teils lebensgefährliche Verletzungen zugefügt zu haben. Laut hessischer Polizei soll er etwa geschlagen, getreten sowie mit Pfefferspray und einem Messer attackiert worden sein. Die Beschuldigten sollen ihn dann auf einem Rastplatz in Hessen in den Kofferraum eines Autos gesperrt und ihn bis zur Raststätte Teufelstal in Thüringen gefahren haben. Dort mussten sie laut Polizei wegen eines Defekts am Auto stoppen. An der Raststätte sei es dem 18-Jährigen dann gelungen, sich zu befreien und Hilfe zu holen. Die drei Beschuldigten und das Opfer sind den Angaben nach afghanische Staatsangehörige. Weitere Details zu den Hintergründen und dem Hergang nannte die Polizei nicht. Die Ermittlungen stünden noch am Anfang. Wer Hinweise zu dem Fall geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden. © dpa-infocom, dpa:260505-930-36561/1