Europäischer Protesttag: Sozialverbände beklagen Diskriminierung von Menschen mit Behinderung

Datum05.05.2026 13:03

Quellewww.zeit.de

TLDRSozialverbände fordern beim Europäischen Protesttag zur Gleichstellung mehr Teilhabe für Menschen mit Behinderung. Sie kritisieren aktuelle Sparkurse als diskriminierend, da Unterstützungsleistungen als zu teuer wahrgenommen würden. Dies untergrabe Vertrauen in den Sozialstaat und stelle Solidarität in Frage. Der Protesttag, der 1992 ins Leben gerufen wurde, macht auf Diskriminierung und fehlende Inklusion aufmerksam.

InhaltBeim Europäischen Protesttag zur Gleichstellung fordern Sozialverbände mehr Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Sie kritisieren den aktuellen Sparkurs. Sozialverbände drängen beim Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung auf den Erhalt und Ausbau von Teilhabe. Es gehe dabei nicht um freiwillige Leistungen, sagte in Berlin der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands, Joachim Rock, sondern um die Umsetzung grundlegender Menschenrechte. Die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, beklagte auf dem Protesttag, dass Menschen mit Behinderungen zunehmend den Eindruck bekämen, dass ihre Unterstützung als zu teuer und ihre Bedürfnisse als Belastung wahrgenommen würden. Ein Sparkurs, wie er derzeit diskutiert würde, untergrabe das Vertrauen in den Sozialstaat und stelle Solidarität und Gleichberechtigung infrage. Der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen wurde am 5. Mai 1992 von der Interessenvertretung "Selbstbestimmtes Leben in Deutschland" ins Leben gerufen. Die Behindertenbewegung nach US-Vorbild verfolgte mit ihren Protesten zunächst die rechtliche Gleichstellung als ein Hauptziel. Heutzutage soll an diesem Tag auf Diskriminierung und fehlende Inklusion aufmerksam gemacht werden. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.