Nach mutmaßlicher Amokfahrt in Leipzig: Stadt Leipzig will Sicherheitskonzept in der Innenstadt prüfen

Datum05.05.2026 10:21

Quellewww.zeit.de

TLDRNach einer mutmaßlichen Amokfahrt in Leipzig, bei der zwei Menschen starben und mehrere verletzt wurden, überprüft die Stadt ihr Sicherheitskonzept. An einer neuralgischen Zufahrt zur belebten Grimmaischen Straße fehlten Poller, die Autos abhalten. Die Stadt will nun die Sicherheit in der Innenstadt verstärken. Der mutmaßliche Täter, ein 33-jähriger Leipziger, wurde festgenommen und einem Haftrichter vorgeführt. Die Ermittlungen laufen wegen Mordes und versuchten Mordes.

InhaltInfolge der mutmaßlichen Amokfahrt prüft die Stadtverwaltung Leipzig das Sicherheitskonzept. Am Ende der Fußgängerzone fehlten offenbar Poller, die vor Autos schützen. Nach der mutmaßlichen Amokfahrt in der Leipziger Innenstadt hat die Stadtverwaltung die Flaggen auf dem Vorplatz des Neuen Rathauses auf halbmast gesetzt. Dies sei bereits am frühen Morgen geschehen, sagte Stadtsprecher Matthias Hasberg. Unterdessen bleibt aufgrund andauernder Ermittlungsarbeiten der betroffene Innenstadtbereich voraussichtlich den ganzen Tag über abgesperrt. Die Stadt will zudem die Zufahrtsstelle prüfen, an der die Fahrt durch die belebte Einkaufsstraße begonnen hatte. Während das Fahrzeug am westlichen Ende der stark frequentierten Fußgängerzone durch Poller gestoppt wurde, konnte der Tatverdächtige am östlichen Eingang der Grimmaischen Straße offenbar ungehindert über den Augustusplatz in die Fußgängerzone einfahren. An dieser Stelle gibt es keine Poller. Nach Angaben von Hasberg sollen deshalb die Sicherheitsvorkehrungen an dieser Stelle sowie das gesamte Sicherheitskonzept für die Innenstadt überprüft werden. Bei der Tat in der Leipziger Innenstadt wurden am späten Montagnachmittag zwei Menschen getötet und drei weitere schwer verletzt. Die genaue Zahl der Leichtverletzten ist laut Staatsanwaltschaft weiterhin unklar. "Das war gestern sehr schwierig. Viele Leute haben den Ort selbstständig verlassen und sich zum Arzt begeben", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Nach Angaben der Polizei sind etwa 80 Menschen betroffen.  Die Staatsanwaltschaft ermittelt unterdessen wegen Mordes in zwei Fällen und versuchten Mordes in mindestens zwei Fällen. Tatverdächtig ist ein 33-jähriger Deutscher aus Leipzig, der unmittelbar nach der Tat festgenommen wurde. Er soll im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt werden.