Datum05.05.2026 11:09
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Zahl der Berufspendler nach und von Sachsen-Anhalt ist leicht gesunken. 148.000 Personen, die in Sachsen-Anhalt wohnen, arbeiten in anderen Bundesländern, vor allem in Sachsen, Niedersachsen und Thüringen, oft im verarbeitenden Gewerbe oder Bau. Weniger Pendler kommen aus anderen Bundesländern nach Sachsen-Anhalt. Die Bundesagentur für Arbeit führt den Rückgang auf schwächere Beschäftigungsentwicklung und gestiegene Pendelkosten zurück, weist aber auch auf ungenutzte Jobchancen im Inland hin.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Arbeit und Mobilität“. Lesen Sie jetzt „Etwas weniger Berufspendler in Sachsen-Anhalt“. Die Zahl der Berufspendler von und nach Sachsen-Anhalt ist leicht gesunken. Im Juni vergangenen Jahres wohnten 860.300 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Sachsen-Anhalt, 148.000 von ihnen und damit 600 weniger als ein Jahr zuvor arbeiteten in einem anderen Bundesland. Das teilte die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit in Halle mit. Demzufolge arbeiten die meisten Auspendler in Sachsen (38.600), in Niedersachsen (37.400) und in Thüringen (14.800). Sie seien oft im verarbeitenden Gewerbe tätig, im Handel und der Instandhaltung sowie Reparatur von Kfz, im Bereich Verkehr und Lagerei sowie auf dem Bau. Aus anderen Bundesländern wie Sachsen, Niedersachen, Thüringen und Brandenburg pendelten im Juni 2025 rund 75.700 Berufstätige nach Sachsen-Anhalt zur Arbeit. Ein Jahr zuvor waren es laut der Regionaldirektion noch 76.200. Hinzu kämen etwa 5.400 Menschen, die aus dem Ausland nach Sachsen-Anhalt pendelten. "Das Pendeln gehört für viele Menschen zum Berufsalltag, weil die passende Stelle oft nicht direkt am Wohnort liegt", erklärte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion, Markus Behrens. "Dass sowohl Ein- als auch Auspendler leicht zurückgegangen sind, hängt auch mit der schwächeren Beschäftigungsentwicklung zusammen. Wenn insgesamt weniger Jobs entstehen, bewegen sich auch weniger Menschen zwischen den Bundesländern." Gleichzeitig wüssten viele Auspendler oft nicht, welche attraktiven Jobs es bei Unternehmen in Sachsen-Anhalt gebe. Hinzu komme, dass das Pendeln durch die gestiegenen Benzin- und Dieselkosten für viele Beschäftigte zu einer finanziellen Belastung geworden sei. © dpa-infocom, dpa:260505-930-35755/1