Kündigung: Aufnahmeeinrichtung für Geflüchtete in Kusel muss raus

Datum05.05.2026 10:53

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Aufnahmeeinrichtung für Geflüchtete in Kusel (AfA) steht vor der Schließung, da der Eigentümer die Liegenschaft gekündigt hat. Rund 300 Bewohner müssen auf andere Einrichtungen verteilt werden. Die zuständige Behörde prüft, ob eine Verlängerung der Nutzung möglich ist, um eine geordnete Abwicklung zu gewährleisten. Auch die 29 dort beschäftigten Mitarbeiter der Behörde und rund 140 externe Dienstleister sind betroffen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kündigung“. Lesen Sie jetzt „Aufnahmeeinrichtung für Geflüchtete in Kusel muss raus“. Die Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) in Kusel steht vor dem Aus. Für die genutzte Liegenschaft habe der Eigentümer zum 31. Juli eine Kündigung ausgesprochen, teilte die zuständige Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier mit. Zuvor hatte der Südwestrundfunk (SWR) darüber berichtet. Derzeit sind laut ADD gut 300 Menschen in der AfA in Kusel untergebracht. Landesweit seien die Einrichtungen mit rund 2.570 Personen zu etwa 50 Prozent belegt. Die Bewohner aus Kusel könnten daher auf die übrigen AfA-Standorte verteilt werden. Erstaufnahmeeinrichtungen sind in Speyer und Trier. Weitere Stellen gibt es in Bitburg, Hermeskeil, Kusel sowie am Flughafen Hahn und dienen als Folgeeinrichtungen. Derzeit werde geprüft, ob eine Verlängerung der Nutzung in der AfA Kusel über den genannten Zeitraum hinaus möglich ist, teilte die ADD mit. Das wäre hilfreich, "um die Abläufe am Standort geordnet zu gestalten und bestehende Strukturen schrittweise anzupassen". In Kusel sind 29 Beschäftigte der ADD tätig. Ihnen wurden Einzelgespräche angeboten: "Selbstverständlich ist es unser oberstes Ziel, für alle eine tragfähige Anschlussperspektive zu entwickeln", hieß es. Hinzu kämen rund 140 Beschäftigte externer Dienstleister. © dpa-infocom, dpa:260505-930-35700/1