Datum05.05.2026 10:47
Quellewww.zeit.de
TLDRDas Ifo-Institut stellt fest, dass Mineralölkonzerne den Tankrabatt nur teilweise an Verbraucher weitergeben. Beim Diesel entfallen von den 17 Cent pro Liter nur 4 Cent auf die Zapfsäulen, bei Superbenzin 12 Cent. Dies ergaben Vergleiche mit Frankreich, wo kein solcher Rabatt gilt. Die Steuersenkung auf Kraftstoffe ist seit dem 1. Mai in Kraft, doch auch Verbraucherschutzverbände kritisieren die geringe Weitergabe.
InhaltDie Mineralölkonzerne geben den Tankrabatt laut dem ifo-Institut nur zum Teil an die Verbraucher weiter. Vor allem beim Diesel sind von den 17 Cent nur 4 Cent angekommen. Der Tankrabatt in den ersten drei Tagen nur teilweise bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern angekommen. Die Tankstellen gaben die Steuersenkung beim Diesel nur zu einem kleinen Teil weiter, geht aus einer Analyse des ifo-Institus hervor. Von 17 Cent pro Liter kamen demnach im Durchschnitt nur 4 Cent an den Zapfsäulen an. Bei Superbenzin waren es im Schnitt 12 von 17 Cent. Basis der Berechnungen sind die Spritpreise in Deutschland und Frankreich und ihre Bewegungen, sagte Ifo-Experte Florian Neumeier. Der Grundgedanke dabei: Weil die Spritpreise am Markt schwanken, ist es schwierig, zu beurteilen, ob eine Veränderung lediglich diesen Schwankungen folgt oder auf eine Maßnahme wie den Tankrabatt zurückzuführen ist. Vergleicht man die Preisänderungen mit einem Land ohne eine solche Maßnahme, lässt sich dies besser sehen. Seit dem 1. Mai gilt in Deutschland ein Steuerrabatt von 16,7 Cent pro Liter auf neu ausgelieferte Kraftstoffe. Zuletzt hatten auch der ADAC und der Verbraucherzentrale Bundesverband kritisiert, dass nur ein Teil davon tatsächlich bei den Autofahrerinnen und Autofahrern ankommt. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.