Sachsen: Grippesaison endet mit 258 Toten - neuer Höchststand

Datum05.05.2026 10:43

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Sachsen endete die Grippesaison mit einem neuen Höchststand von 258 Todesfällen, obwohl die Fallzahlen niedriger waren als in der Vorsaison. Mögliche Gründe sind häufigere Testungen und eine sinkende Impfquote, insbesondere bei Risikopatienten. Gesundheitsministerin Petra Köpping betont, dass Grippe keine harmlose Erkrankung ist und Impfungen zum Schutz empfohlen werden. Die zirkulierenden Virustypen zeigten keine erhöhte Gefährlichkeit.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Sachsen“. Lesen Sie jetzt „Grippesaison endet mit 258 Toten - neuer Höchststand“. Trotz vergleichsweise geringer Fallzahlen sind in der aktuellen Saison in Sachsen so viele Menschen an Grippe gestorben wie nie zuvor. Bei 258 Patienten wurde Influenza als Todesursache nachgewiesen, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Damit ist der bisherige Höchststand von 202 Todesfällen aus der Vorsaison übertroffen.  Von Ende September 2025 bis Ende April 2026 erkrankten 28.550 Menschen an dem Virus, das waren fast 16.000 weniger als in der Saison 2024/2025 mit einer sehr stark ausgeprägten Influenzawelle. Die Fallzahl erreichte wieder das Niveau der beiden vorherigen Saisons. Unter den Toten war auch ein dreijähriges Kind, das durch Vorerkrankungen belastet war. In den restlichen Fällen waren die Patienten zwischen 44 und 101 Jahre alt. Der Altersmedian der Verstorbenen lag bei 86 Jahren.  Ein Grund für den Anstieg der Influenza-Todesfälle könnte laut Ministerium sein, dass durch leichtere und bessere Verfügbarkeit von Tests mehr Fälle entdeckt wurden. Zudem gilt die sinkende Impfquote besonders bei Kontaktpersonen vulnerabler Menschen als Ursache. Das Virus selbst war den Angaben nach in dieser Saison kein Grund für schwerere Krankheitsverläufe. Die zirkulierenden Virustypen hatten keine erhöhte Virulenz - waren also nicht fähiger, schwere Infektionen hervorzurufen, als in den Vorjahren. "Die Influenza-Saison 2025/2026 mit der hohen Zahl gemeldeter Todesfälle unterstreicht erneut, dass die Influenza keine harmlose Erkrankung ist und man sich und damit auch Andere durch eine Impfung schützen sollte", sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) laut Mitteilung.  Sowohl die Durchimmunisierungsraten als auch die Anzahl der Influenza-Impfungen sei in Sachsen in den letzten Jahren jedoch stetig gesunken. Dafür könne es verschiedene Gründe geben - vom simplen Versäumnis bis hin zur generellen Impfskepsis. Köpping empfahl, sich bei einem Hausarzt beraten zu lassen. © dpa-infocom, dpa:260505-930-35650/1