Datum05.05.2026 10:21
Quellewww.zeit.de
TLDRNach einer mutmaßlichen Amokfahrt mit zwei Toten und mehreren Verletzten prüft die Stadt Leipzig ihr Sicherheitskonzept für die Innenstadt. Insbesondere wird die fehlende Poller-Sperrung am östlichen Eingang der Grimmaischen Straße kritisiert, die dem Tatverdächtigen offenbar eine ungehindertes Einfahren ermöglichte. Der betroffene Bereich bleibt vorerst abgesperrt, die Flaggen am Rathaus sind auf Halbmast. Die Ermittlungen dauern an.
InhaltInfolge der mutmaßlichen Amokfahrt wird die Sicherheit in der Leipziger Innenstadt überprüft. Am Ende der Fußgängerzone fehlten offenbar Poller, die vor Autos schützen. Nach der mutmaßlichen Amokfahrt in der Leipziger Innenstadt hat die Stadtverwaltung die Flaggen auf dem Vorplatz des Neuen Rathauses auf Halbmast gesetzt. Dies sei bereits am frühen Morgen geschehen, sagte Stadt-Sprecher Matthias Hasberg. Unterdessen bleibt aufgrund andauernder Ermittlungsarbeiten der betroffene Innenstadtbereich voraussichtlich den ganzen Tag über abgesperrt. Die Stadt will zudem die Zufahrtsstelle prüfen, an der die Fahrt durch die belebte Einkaufsstraße begonnen hatte. Während das Fahrzeug am westlichen Ende der stark frequentierten Fußgängerzone durch Poller gestoppt wurde, konnte der Tatverdächtige am östlichen Eingang der Grimmaischen Straße offenbar ungehindert über den Augustusplatz in die Fußgängerzone einfahren. An dieser Stelle gibt es keine Poller. Nach Angaben von Hasberg sollen deshalb die Sicherheitsvorkehrungen an dieser Stelle sowie das gesamte Sicherheitskonzept für die Innenstadt überprüft werden. Bei der Tat in der Leipziger Innenstadt wurden am späten Montagnachmittag zwei Menschen getötet und drei weitere schwer verletzt. Die genaue Zahl der Leichtverletzten ist laut Staatsanwaltschaft weiterhin unklar. Tatverdächtig ist ein 33-jähriger Deutscher aus Leipzig, der unmittelbar nach der Tat festgenommen wurde. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.