Datum05.05.2026 08:34
Quellewww.zeit.de
TLDRGroße deutsche Reiseveranstalter wie Tui, Alltours und Dertour werden für bereits gebuchte Reisen keine Nachzahlungen aufgrund gestiegener Kerosinpreise verlangen. Die Unternehmen wollen die Mehrkosten nicht an ihre Kunden weitergeben und streichen auch keine Reisen. Zukünftige Buchungen könnten jedoch teurer werden, sollten die Kerosinpreise auf hohem Niveau verharren. Vertragliche Preisanpassungen sind zwar möglich, erfordern aber eine Frist von 20 Tagen und berechtigen Kunden bei einem Aufschlag über 8 Prozent zu einem Sonderkündigungsrecht.
InhaltDie Teuerung von Kerosin wollen die großen deutschen Reiseveranstalter nicht an Kundinnen weitergeben. Nachzahlungen und Streichungen von Buchungen stehen nicht bevor. Die großen deutschen Reiseveranstalter wollen einem Medienbericht zufolge trotz der steigenden Kerosinpreise keine Nachzahlungen für gebuchte Reisen verlangen. Man werde die Preise für bereits gebuchte Reisen nicht nachträglich erhöhen, berichteten die Anbieter Tui, Alltours und Dertour dem Tagesspiegel in einer Umfrage. Zukünftige Buchungen könnten jedoch im Preis steigen. "Im Moment steigt der Kerosinpreis", sagte der Chef der Rewe-Touristiktochter Dertour-Group, Christoph Debus. "Wenn dies auf dem Niveau bleibt, können wir Kostensteigerungen für zukünftige Buchungen nicht ausschließen." Reiseveranstalter können den Reisepreis nachträglich erhöhen, wenn dies im Vertrag vereinbart wurde und gestiegene Kosten wie Kerosin es nachweislich erfordern. Ein solcher Preisaufschlag muss allerdings spätestens 20 Tage vor Reisebeginn mitgeteilt werden. Bei Aufschlägen von mehr als 8 Prozent haben die Kunden ein Sonderrücktrittsrecht. Laut den befragten Unternehmen sollen Urlaubsreisen nicht ganz gestrichen werden. "Bei uns fällt nichts aus", sagte Tui-Sprecher Aage Dünhaupt. "Wir gehen davon aus, dass unsere Gäste wie geplant ihren gebuchten Sommerurlaub genießen können", sagte Alltours-Sprecher Jens Völmicke. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.