Datum05.05.2026 05:36
Quellewww.spiegel.de
TLDRDer Artikel thematisiert den angekündigten Abzug US-amerikanischer Truppen aus Deutschland, die politischen Reaktionen Friedrich Merz' auf Donald Trump sowie die Amokfahrt von Leipzig. Diskutiert werden die strategischen Implikationen des Truppenabzugs und die traurigen Hintergründe der Amokfahrt. Zudem werden die Lehren aus den Regierungszeiten der ehemaligen Ministerpräsidenten Haseloff und Ramelow gezogen, die sich durch Gelassenheit und überparteiliche Zusammenarbeit auszeichneten.
InhaltDer Zorn des US-Präsidenten auf Merz, Deutschland und Europa. Das Entsetzen nach der Amokfahrt von Leipzig. Und die angenehme Gelassenheit der Politprofis Haseloff und Ramelow. Das ist die Lage am Dienstagmorgen. Was der angekündigte Abzug von US-Soldaten für Deutschland bedeutet – und für die USA. Was bisher über den Amokfahrer von Leipzig bekannt ist. Und wie die ehemaligen Ministerpräsidenten Reiner Haseloff und Bodo Ramelow auf ihre Regierungszeit blicken. Das Bedauern hält sich in Grenzen, er wollte den Job ja unbedingt, und jetzt hat er ihn eben. Aber das muss man schon sagen: Friedrich Merz ist nicht zu beneiden. Wie er es auch macht, ist es falsch: Ist der Bundeskanzler recht freundlich zu Donald Trump, dann heißt es allenthalben, er solle dem US-Präsidenten doch bitte mal die Meinung sagen. Und kritisiert er ihn endlich deutlich, dann ist Trump schwer beleidigt. Und in den Kommentaren heißt es, Merz habe sich furchtbar undiplomatisch verhalten. Dabei ist es doch wahrscheinlich so: Ein gutes Verhältnis zu Donald Trump kann dauerhaft nur haben, wer stets eilfertig und beflissen genau das tut, was Donald Trump gerade will. Mit Vernunft oder gar Kritik ist bei diesem Mann nichts zu gewinnen, Absprachen mit ihm haben keinen Wert. Womöglich hat Merz mit seiner Bemerkung, die iranische Führung habe die US-Amerikaner "gedemütigt", dem Präsidenten nur einen willkommenen Anlass gegeben, den lieben Verbündeten aus Europa und vor allem den Deutschen zu zeigen, wer das Sagen hat. Nun droht Trump also wieder höhere Zölle an (hier mehr) und zieht tatsächlich Soldaten ab. Aber wie wichtig sind diese US-Soldaten tatsächlich für Deutschland, und wie wichtig ist es für die USA, sie hier stationiert zu haben? Meine Kollegen Timo Lehmann und Christoph Schult beantworten alle Fragen, die sich zum geplanten Truppenabzug stellen. Zwei Menschen sind gestorben, drei weitere schwer verletzt. Und noch viele mehr sind betroffen, als ebenfalls verletzte oder traumatisierte Zeugen. Auch Menschen fern von Leipzig können den Horror nachvollziehen, der über die Fußgängerzone in der Innenstadt hereinbrach, als ein 33-jähriger Mann sein Auto mit hoher Geschwindigkeit in die Masse der Passanten steuerte: So eine Tat kann überall geschehen, und jeder kann zum Opfer werden. Nach Angaben der Behörden handelt es sich bei dem Todesfahrer um einen deutschen Staatsbürger, der hierzulande geboren ist und in der Gegend von Leipzig lebte. Den ersten Ermittlungen zufolge agierte der Mann allein. Es heißt, er sei psychisch auffällig. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) geht von einer Amokfahrt aus. So bleibt den Opfern und ihren Familien, den Leipzigern und allen anderen Mitfühlenden nur das Entsetzen über eine Tat, für die es wohl keine andere Erklärung gibt als die Krankheit des Täters. An diese beiden Herren wird man sich womöglich in einigen Jahren wehmütig erinnern: Als Reiner Haseloff (CDU) in Sachsen-Anhalt regierte und Bodo Ramelow (Linke) in Thüringen, da hatten wir es noch mit stabilen Demokraten an den Spitzen dieser Länder zu tun. Das Gespräch, das meine Kollegen Felix Bohr und Steffen Winter mit den beiden ehemaligen Ministerpräsidenten geführt haben, ist allerdings keineswegs von Nostalgie und Zukunftsängsten geprägt. Viel mehr berichten hier zwei erfahrene Profis mit Abstand und Gelassenheit von den großen Herausforderungen ihrer Regierungszeit. Bemerkenswert ist das gute Verhältnis der beiden und der Respekt, mit dem sie sich begegnen: Haseloff und Ramelow verbindet mehr, als sie trennt. Beide sind gläubige Christen, beiden waren die gemeinsamen Interessen der ostdeutschen Länder wichtiger als Parteipolitik. Und beide vermochten es, mit bodenständiger Sprache das Vertrauen ihrer Wählerschaft zu gewinnen. Noch mehr Rätsel wie Viererkette, Wordle und Paarsuche finden Sie bei SPIEGEL Games. …ist jener Buckelwal, dessen wiederholte Strandung und Verbringung in die Nordsee viele Menschen in diesem Land in Atem gehalten hat. Der angeblich an ihm angebrachte Peilsender liefere zwar Vitaldaten (was nach Ansicht von Experten gar nicht geht), aber keine Position – so erfährt man von der privaten Initiative zu seiner, nun ja, Rettung. Damit ist dieser Wal jedenfalls endlich in einem natürlichen Zustand angekommen, nämlich fern unserer Augen und Ohren, wie es sich für ein wildes Großtier gehört. So oder so: Timmy ist jetzt an einem besseren Ort. Wenn dem Körper die Energie ausgeht – eine unterschätzte Gefahr im Profi- wie im Freizeitsport. So vermeiden Sie gravierende Folgen für die Gesundheit. Und schützen sich auch vor Essstörungen . Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag. Ihr Stefan Kuzmany, Autor der Chefredaktion