Datum05.05.2026 01:54
Quellewww.zeit.de
TLDRElon Musk hat einen Rechtsstreit mit der US-Börsenaufsicht SEC wegen verspäteter Meldung von Twitter-Aktienkäufen beigelegt. Er zahlt 1,5 Millionen US-Dollar, um die Klage einzustellen, räumt aber kein Fehlverhalten ein. Die SEC hatte ihm vorgeworfen, den Erwerb von über fünf Prozent der Twitter-Anteile elf Tage zu spät gemeldet zu haben, wodurch er Aktien im Wert von über 150 Millionen Dollar günstiger erwerben konnte. Die Einigung muss noch von einem Richter genehmigt werden.
InhaltTech-Milliardär Musk zahlt 1,5 Millionen US-Dollar, damit ein Prozess wegen spät gemeldeter Käufe von Twitter-Aktien eingestellt wird. Fehlverhalten räumt er nicht ein. Der US-Tech-Milliardär Elon Musk hat einen Rechtsstreit mit der US-Börsenaufsicht SEC im Zusammenhang mit dem Kauf von Twitter-Aktien mit einem Vergleich beigelegt. Wie aus Gerichtsunterlagen hervorging, erklärte er sich zu einer Zahlung von 1,5 Millionen US-Dollar (umgerechnet 1,28 Millionen Euro) bereit. Die Strafe soll ein Treuhandfonds von Musk begleichen. Ein Fehlverhalten räumte der Unternehmer nicht ein. Zudem muss er die 150 Millionen US-Dollar, die er durch die Verzögerung eingespart haben soll, nicht zurückzahlen. Die Strafzahlung beträgt also nur einen Bruchteil der Summe, die Musk durch die Regelverletzung gespart haben soll. Die Einigung muss nun noch von Bezirksrichter Sparkle Sooknanan gebilligt werden, erst dann tritt sie in Kraft. Die SEC hatte Tesla-Chef Musk im Januar 2025 verklagt. Sie warf dem reichsten Menschen der Welt vor, im Frühjahr 2022 den Erwerb einer ersten Beteiligung von fünf Prozent an dem Kurznachrichtendienst Twitter, der heute X heißt, elf Tage zu spät gemeldet zu haben. Dadurch habe er weitere Aktien im Wert von mehr als 500 Millionen US-Dollar zu künstlich niedrigen Preisen kaufen können. Die SEC führte zu dem Fall jahrelange Ermittlungen. Der Techmilliardär hatte Anfang 2022 damit begonnen, am Markt Aktien von Twitter zusammenzukaufen. Die SEC verwies in ihrer Klageschrift darauf, dass sein Anteil am 14. März 2022 fünf Prozent erreichte. Nach den US-Regeln hätte er dies binnen zehn Kalendertagen öffentlich machen müssen. Musk gab aber erst am 4. April – und damit elf Tage zu spät – bekannt, dass er bereits neun Prozent hielt. Der Aktienpreis sei danach um 27 Prozent gestiegen, teilte die SEC mit. Die Behörde kam zu dem Schluss, dass Musk durch die verspätete Pflichtmitteilung die Aktien mehr als 150 Millionen Dollar günstiger erhalten hatte. Die Aktionäre, die ihm in dieser Zeit ihre Anteile verkauften, hätten hingegen finanziellen Schaden erlitten. Die SEC verlangte deshalb, dass Musk die Summe zurückzahlt – plus eine zusätzliche Strafe. Musk wiederum hatte die Verzögerung als unbeabsichtigt bezeichnet und der Behörde vorgeworfen, es gezielt auf ihn abgesehen zu haben und so seine Meinungsfreiheit zu verletzen. Er schloss die Übernahme von Twitter im Wert von 44 Milliarden US-Dollar im Oktober 2022 ab und nannte den Kurznachrichtendienst wenig später um.