Datum05.05.2026 01:50
Quellewww.spiegel.de
TLDRDer Secret Service hat in Washington D.C. einen bewaffneten Mann niedergeschossen, der auf Einsatzkräfte schoss. Bei dem Vorfall nahe dem Weißen Haus wurde auch ein unbeteiligter Jugendlicher getroffen. Das Weiße Haus war kurzzeitig abgeriegelt. Der Verdächtige, dessen Waffe unter der Kleidung sichtbar war, flüchtete zunächst, eröffnete dann das Feuer. Der Vorfall ereignete sich nur kurz nach einem ähnlichen Zwischenfall bei einer Trump-Veranstaltung.
InhaltUnter der Kleidung des Manns zeichnete sich eine Waffe ab: Der Secret Service hat in Washington, D.C. einen Verdächtigen niedergeschossen. Im Weißen Haus herrschte kurzzeitig Alarmstimmung. Erneut hat es in der US-Hauptstadt Washington, D.C. einen Vorfall mit Schusswaffen gegeben, bei dem der Secret Service involviert war. Ein bewaffneter Mann hat in der Nähe des Weißen Hauses auf Einsatzkräfte geschossen und dabei einen unbeteiligten Jugendlichen getroffen. Der Secret Service teilte mit, Beamte hätten das Feuer erwidert und den Verdächtigen getroffen, nachdem er eine Waffe gezogen und auf sie geschossen habe. Rettungskräfte brachten die beiden Verletzten ins Krankenhaus. Angaben zum Zustand des bewaffneten Mannes machte die Sicherheitsbehörde nicht. Der Secret Service ist für den Personenschutz ranghoher Politiker und deren Familien zuständig. Nach Angaben des Vize-Direktors des Secret Service, Matt Quinn, waren zivile Einsatzkräfte am Montagnachmittag gegen 15.30 Uhr (Ortszeit) unweit des Weißen Hauses auf den Mann aufmerksam geworden. Unter dessen Kleidung habe sich die Kontur einer Schusswaffe abgezeichnet. Der Verdächtige sei kurzzeitig geflüchtet, bevor uniformierte Beamte ihn stellten. Dabei habe er das Feuer eröffnet. Ein jugendlicher Passant wurde nach bisherigen Erkenntnissen von Schüssen des Angreifers getroffen, erlitt aber keine lebensgefährlichen Verletzungen. Der Vorfall ereignete sich nahe dem Washington Monument und damit nur wenige Blocks vom Weißen Haus entfernt. Das Gelände der Regierungszentrale selbst war nicht betroffen, dennoch wurde das Weiße Haus kurzzeitig abgeriegelt. Journalisten wurden von Sicherheitskräften vorsichtshalber in den Presseraum gebracht. US-Präsident Donald Trump setzte eine Veranstaltung mit Kleinunternehmern unterdessen fort. Der Vorfall ereignete sich nur etwas mehr als eine Woche nachdem ein Mann versucht hatte, mit einer Schusswaffe zu einer Gala vorzudringen bei der auch Trump zu Gast war. Nach den Schüssen beim Korrespondentendinner in Washington, D.C. ist der mutmaßliche Angreifer Cole Tomas Allen wegen versuchten Mordes angeklagt worden. "Er hat versucht, den Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald J. Trump, zu ermorden", sagte Staatsanwältin Jocelyn Ballantine. Laut der Nachrichtenagentur Reuters ordnete ein Richter an, dass der Mann vorläufig in Haft bleibt. Der Mann hatte am Rande des Dinners versucht, eine Sicherheitskontrolle im Washingtoner Hilton-Hotel zu überwinden. Bilder einer Überwachungskamera zeigen, wie er in hohem Tempo an dem Posten vorbeirennt und aus dem Bildausschnitt verschwindet. Bei seiner Festnahme fielen mehrere Schüsse. Ein Sicherheitsbeamter wurde von mindestens einem Schuss getroffen, wegen seiner Schutzweste aber nicht schwerer verletzt.