Datum04.05.2026 22:34
Quellewww.zeit.de
TLDRRussland und die Ukraine haben getrennte, einseitige Feuerpausen angekündigt. Russland rief eine Waffenruhe für den 8. und 9. Mai aus, um die Feierlichkeiten des Siegestages zu ermöglichen. Die Ukraine kündigte eine eigene Feuerpause ab dem 5. Mai an, um Menschenleben zu schützen. Präsident Selenskyj betonte, dass die russische Ankündigung nicht mit der Ukraine abgesprochen war. Russland drohte mit Raketenangriffen auf Kyjiw bei Nichteinhaltung der Waffenruhe.
InhaltNachdem Russland eine einseitige Waffenruhe rund um den Tag des Sieges am 9. Mai angekündigt hat, legt die Ukraine nach. Sie will schon früher eine Feuerpause ausrufen. Russland und die Ukraine haben getrennt voneinander unterschiedliche Feuerpausen angekündigt. Russlands Staatschef Putin rief eine einseitige Waffenruhe für den Zeitraum der Feierlichkeiten des Sieges der Sowjetunion über Nazi-Deutschland am 8. und 9. Mai aus. Russland hält am 9. Mai traditionell eine große Militärparade in Moskau ab. Dieser Vorschlag wurde laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nicht mit der ukrainischen Regierung abgesprochen. Das russische Verteidigungsministerium kündigte an, dass Russland einen "massiven Raketenangriff auf das Zentrum von Kyjiw" ausführen werde, für den Fall, dass sich die Ukraine nicht an die Feuerpause halte. Die Ukraine wiederum will schon Tage vorher eine Feuerpause ausrufen. "Wir verkünden eine Waffenruhe, beginnend ab 0.00 Uhr (23.00 Uhr MESZ) in der Nacht vom 5. auf den 6. Mai", teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit. Die Ukraine gehe diesen Schritt, weil "Menschenleben unvergleichlich wertvoller sind als die Feier eines Jahrestages", schrieb Selenskyj beim Onlinedienst Telegram. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.