Datum04.05.2026 20:54
Quellewww.spiegel.de
TLDRRussland hat eine Feuerpause für den 8. und 9. Mai angekündigt, um an das Ende des Zweiten Weltkriegs zu gedenken. Die Ukraine hat bisher kein offizielles Angebot erhalten. Zuvor hatten Putin und US-Präsident Trump über eine Feuerpause am 9. Mai gesprochen. Russland droht mit Vergeltung, sollte die Ukraine die Waffenruhe brechen. In der Vergangenheit waren ähnliche Ankündigungen Russlands nicht von Dauer.
InhaltMoskau will seinerseits eine angebliche Feuerpause – an den Tagen, da die Welt dem Ende des Zweiten Weltkriegs gedenkt. Zuvor hatten Putin und Trump beraten. Die Ukraine teilt mit, kein offizielles Angebot erhalten zu haben. Am 8. und 9. Mai, den Tagen, da die Welt an das Ende des Zweiten Weltkriegs gedenkt, will die russische Armee angeblich ihre Waffen gegen die Ukraine schweigen lassen. Das teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die Armee folge damit einer Anordnung von Machthaber Wladimir Putin, hieß es in der Mitteilung. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor Journalisten mitgeteilt, dass Kiyjiw keine offiziellen Angebote zu einer möglichen Feuerpause am 9. Mai erhalten habe. Das russische Verteidigungsministerium drohte dennoch bereits mit einem Vergeltungsangriff auf das Stadtzentrum von Kyjiw, sollte die Ukraine die Feuerpause brechen. Zuvor hatten Putin und US-Präsident Donald Trump über eine solche Möglichkeit gesprochen – allerdings begrenzt auf den 9. Mai. Vergangene Woche sagte Trump, er habe Putin "eine kleine Waffenruhe" vorgeschlagen. (Lesen Sie hier mehr dazu.) Am 9. Mai wird in Russland feierlich an den Sieg der Sowjetunion über Deutschland im Zweiten Weltkrieg erinnert, wenngleich Moskau dieses Jahr lediglich eine abgespeckte Militärparade plant. (Erfahren Sie hier mehr dazu.) Es ist nicht das erste Mal, dass Putin zu symbolischen Daten angebliche Feuerpausen ankündigt: etwa zum orthodoxen Weihnachtsfest 2023 oder zu Ostern 2025 und 2026. Keine davon hielt vollständig; stets beschuldigten sich beide Seiten, dagegen verstoßen zu haben. Zuletzt wurden bei erneuten russischen Angriffen auf die Ukraine erneut Menschen getötet worden. Ukrainischen Behörden zufolge wurden in der Stadt Merefa in der ostukrainischen Region Charkiw bei einem Raketenangriff am Vormittag sieben Menschen getötet. Im Süden des Landes starben demnach zwei Menschen bei einem Drohnenangriff. Zuvor war in der Nacht auf Montag ein Hochhaus in der russischen Hauptstadt Moskau von einer ukrainischen Drohne getroffen worden. Dabei wurde nach Angaben der Stadtverwaltung niemand verletzt.