Datum04.05.2026 17:27
Quellewww.zeit.de
TLDRHalle steht vor gravierenden Finanzproblemen und muss einem strikten Sparkurs folgen. Das Landesverwaltungsamt hat die Haushaltssatzung nur unter Auflagen genehmigt, da die Stadt deutliche Konsolidierungsabsichten signalisierte. Ein nachgeschärftes Sparprogramm ist erforderlich. Investitionskredite wurden begrenzt, eine Haushaltssperre verhängt und Stellen nicht neu besetzt. Bis 2026 fehlen der Stadt 138 Millionen Euro, mit Rücklagen sind diese Defizite nicht auszugleichen. Die Gesamtfehlbeträge bis 2029 belaufen sich auf über 500 Millionen Euro, was die Leistungsfähigkeit Halles ernsthaft gefährdet.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kommunalfinanzen“. Lesen Sie jetzt „Landesverwaltungsamt verlangt strikten Sparkurs von Halle“. Die Stadt Halle steckt in enormen Finanznöten und schrammt nur knapp an der Beanstandung ihrer Haushaltssatzung vorbei. "Diese Entscheidung war nur möglich, weil die Stadt gegenüber der Kommunalaufsicht im Rahmen der Anhörung weitergehende Einspar‑ und Konsolidierungsabsichten erkennen lassen hat", erklärte eine Sprecherin des Landesverwaltungsamts in Halle. Die Stadt müsse ein deutlich nachgeschärftes Haushaltskonsolidierungskonzept vorlegen. Genehmigungen der Investitionskredite wurden begrenzt, eine Haushaltssperre angeordnet. Freie oder frei werdende Stellen sollen bis Jahresende nicht wiederbesetzt werden. Schrittweise solle so das Defizit verringert werden. Den Angaben zufolge fehlen der Stadt allein im Ergebnishaushalt 2026 rund 138 Millionen Euro. "Rücklagen, mit denen dieses Defizit ausgeglichen werden könnte, stehen der Stadt nicht mehr zur Verfügung." Die Fehlbeträge für die Jahre 2026 bis 2029 summierten sich auf mehr als 500 Millionen Euro. "Diese Entwicklung gefährdet nach Einschätzung des Landesverwaltungsamts die dauerhafte Leistungsfähigkeit der Stadt Halle erheblich." © dpa-infocom, dpa:260504-930-33127/1