Nachrichtenpodcast: Kerosinpreis hebt ab, Flieger bleiben am Boden

Datum04.05.2026 17:19

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Billigfluglinie Spirit Airlines stellt wegen gestiegener Kerosinpreise den Betrieb ein. Dies könnte der Anfang weiterer Airline-Pleiten sein, da die 20 größten Airlines bereits 53 Milliarden Dollar Börsenwert verloren haben. Parallel dazu begleiten US-Kriegsschiffe Handelsschiffe durch die von Iran gesperrte Straße von Hormus ("Projekt Freiheit"). Beim EPG-Gipfel in Jerewan diskutieren europäische Staatschefs über Sicherheit und Energie, Deutschland wird von Emmanuel Macron vertreten.

InhaltWegen der hohen Kerosinpreise macht die erste Airline dicht. Ist das nur der Anfang? Und: US-Kriegsschiffe durchqueren die Straße von Hormus. Die US-Fluggesellschaft Spirit Airlines ist die erste Airline, die wegen des Irankriegs den Betrieb einstellt. Als Grund nennt die Billigfluglinie die gestiegenen Treibstoffpreise. Flüge wurden bereits gestrichen, Kundinnen und Kunden sollen ihr Geld zurückbekommen. Einige Passagiere sitzen vorerst in ihren Urlaubszielen fest. Auch andere Fluggesellschaften geraten unter Druck: Nach Berechnungen der Financial Times haben die 20 größten Airlines seit Beginn des Krieges rund 53 Milliarden Dollar an Börsenwert verloren. Einige haben ihr Angebot bereits reduziert. Wie etwa die Lufthansa und andere europäische Airlines damit umgehen, berichtet Jonas Schulze Pals, Wirtschaftsredakteur der ZEIT. Die USA wollen ab Montag Schiffe durch die Straße von Hormus begleiten und "sicher aus diesen blockierten Wasserstraßen lotsen", wie US-Präsident Donald Trump mitgeteilt hat. Bereits jetzt befinden sich laut US-Armee Kriegsschiffe im Persischen Golf, die Meerenge hätten sie zuvor durchquert. Der Iran reagierte nach eigenen Angaben mit Warnschüssen. Die Begleitaktion trägt den Namen "Projekt Freiheit" und soll vor allem Handelsschiffe sicher durch die Straße von Hormus bringen, die der Iran gesperrt hat, seit die USA und Israel den Krieg begonnen haben. Fast 50 Staats- und Regierungschefs kommen zum Gipfel der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) in der armenischen Hauptstadt Jerewan zusammen – Bundeskanzler Friedrich Merz ist nicht dabei. Er fehlt wegen "anderen Verpflichtungen", wie ein Regierungssprecher mitgeteilt hat. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vertritt den Kanzler. Auf dem Treffen geht es um Sicherheitspolitik, Demokratieförderung, wirtschaftliche Entwicklung und Energiesicherheit. Die EPG ist ein informelles Gremium europäischer Staaten, das EU-Werte teilt, aber unabhängig von der EU organisiert ist. Sie hatte sich nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 gegründet. Und sonst so? Südkorea döst um die Wette. Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Redaktion: Philip-Johann Moser Mitarbeit: Benjamin Probst Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.