Datum04.05.2026 16:53
Quellewww.zeit.de
TLDREin 50-jähriger Mann aus der Dortmunder rechten Szene hat im Prozess gestanden, die Darknet-Plattform "Assassination Politics" geschaffen und dort zu Attentaten auf Politiker, darunter Olaf Scholz und Angela Merkel, aufgerufen zu haben. Er gab an, nur provokativ gehandelt zu haben. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm Terrorfinanzierung und Anleitung zu Terroranschlägen vor, da er Krypto-Spenden als Kopfgeld für Mordanschläge von Dritten eingeworben haben soll.
InhaltEin 50-jähriger Dortmunder hat gestanden, im Darknet zu Attentaten auf Olaf Scholz und Angela Merkel aufgerufen zu haben. Er habe aber nur provozieren wollen, sagte er. Ein 50-jähriger Mann aus der rechten Szene hat gestanden, zu Attentaten auf bekannte Politiker aufgerufen zu haben. Der Dortmunder räumte ein, eine entsprechende Website ins Darknet gestellt zu haben. "Die Seite war eine reine Provokation", sagte er beim Prozessauftakt am Oberlandesgericht Düsseldorf. Auf die Frage des Richters, wen er denn habe provozieren wollen, sagte er zum Richter: "Na, Sie." Die Bundesanwaltschaft wirft dem Angeklagten Terrorfinanzierung und Anleitung zu Terroranschlägen vor. Er soll im Darknet selbstverfasste Todesurteile veröffentlicht und Krypto-Spenden als Kopfgeld eingeworben haben, um Dritte zu Mordanschlägen zu bewegen. Um die staatliche Ordnung zu destabilisieren, habe er im Darknet die inzwischen abgeschaltete Plattform Assassination Politics (deutsch: Politik der Attentate) geschaffen und dort zu Anschlägen auf Richterinnen, Polizisten, Staatsanwältinnen und Politiker aufzurufen. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.